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Krankenkassenbeiträge: Versicherte haben jetzt ein Sonderkündigungsrecht

Viele Krankenkassen haben den Beitrag, den die Versicherten zahlen müssen, erhöht
(mum). Jetzt heißt es genau hinschauen! Viele gesetzliche Krankenkassen haben zum 1. Januar ihren Beitrag angehoben. Betroffene Versicherte können leicht kündigen, Krankenversicherung wechseln - und sparen. Zwei von drei gesetzlichen Krankenkassen haben ihre Beiträge erhöht. Damit wachsen die Preisunterschiede zwischen den Kassen. Die Erhöhungen müssen die Versicherten allein über den Zusatzbeitrag schultern.
Hintergrund: Der Grundbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung beträgt 14,6 Prozent, die je zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen werden. Seit 1. Januar 2015 ist es den Kassen möglich, einen Zusatzbeitrag zu erheben, falls diese 14,6 Prozent nicht ausreichen. Davon verspricht sich der Gesetzgeber mehr Wettbewerb unter den Kassen.
Erhöht eine Krankenkasse den Zusatzbeitrag, muss sie ihren Mitgliedern per Post darüber Bescheid geben. In dem Schreiben muss auch darauf hingewiesen werden, ob der Zusatzbeitrag über dem Durchschnitt dieses Jahres liegt. Kündigen kann man ab dem Zeitpunkt, wenn die Krankenkasse die Versicherten schriftlich über die Erhöhung informiert. In diesem Brief wird das Datum genannt, an dem der Zusatzbeitrag erstmals bezahlt werden muss. Eine Wechsel in eine günstigere Krankenkasse ist durch Kündigung zum Monatsende jeweils zum übernächsten Monat möglich. Mitglieder einer Krankenkasse, die noch keine 18 Monate lang dort Mitglied sind, haben ein Sonderkündigungsrecht und können unter Umständen die Mitgliedschaft ebenfalls kündigen. Ein Beispiel: Die Kündigung zum 31. März muss der Krankenkasse spätestens zum 31. Januar vorliegen.
Während der laufenden Kündigung muss der Zusatzbeitrag an die alte Krankenkasse gezahlt werden. Erst nach zwei Monaten wird die Kündigung wirksam. Dem Wechsel in eine günstigere Krankenkasse steht dann nichts mehr im Weg.