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Schneeschieben von der Steuer absetzen

(mum). Die Schneesaison hat gerade begonnen, Hauseigentümer, Vermieter und Mieter trifft nun wieder die Räumpflicht. Vielen Steuerzahlern beauftragen Dritte mit dem Schneeschieben. Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs kann der Fiskus an den Kosten für den Winterdienst beteiligt werden.
Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass die Aufwendungen für einen Winterdienst bei der Einkommensteuererklärung steuermindernd geltend gemacht werden können. Nach Ansicht der Richter handelt es sich dabei um haushaltsnahe Dienstleistungen. Dies gilt selbst dann, wenn die Schneebeseitigung auf einem öffentlichen Gehweg vor dem Haus erfolgt, entschied das oberste deutsche Steuergericht im März (VI R 55/12). Die Finanzverwaltung berücksichtigte bisher hingegen nur die Kosten, die für Arbeiten auf dem privaten Gelände (Hof und Garten) anfallen.
Eigentümer, aber auch Mieter, die für die Schneebeseitigung auf privaten und/oder öffentlichen Wegen zahlen, sollten die Kosten in der Einkommensteuererklärung als haushaltsnahe Dienstleistungen ansetzen. Zahlt der Steuerzahler beispielsweise 600 Euro für das Kehren des Gehweges vor dem Haus, so lassen sich mit dem Steuerbonus bis zu 120 Euro Steuern sparen, rechnet der Bund der Steuerzahler vor.