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56 Kilometer rund um den Tafelberg

Gigantischer Ausblick: Sven Papendorf auf dem Tafelberg mit Kapstadt im Hintergrund (Foto: Papendorf)

Sven Papendorf (45) nahm am Ultralauf in Südafrika teil / Ironman ist das nächste Ziel

(os). Während sich in seiner Heimat die Menschen auf das Osterfest vorbereiteten, konzentrierte sich Sven Papendorf (45) in Südafrika auf eine besondere sportliche Herausforderung: 56 Kilometer laufen standen für den WOCHENBLATT-Sportler des Jahres auf dem Programm beim "Two Oceans Marathon" zwischen Indischem und Atlantischem Ozean in Kapstadt. Der Ausdauerspezialist aus Jesteburg bewältigte das Abenteuer bravourös: Für das ultralange Strecke benötigte Papendorf 4:51:04 Stunden, womit er unter 11.000 Startern auf Gesamtrang 888 landete. "Das Rennen war eine durchweg runde, hochemotionale Sache", berichtete Papendorf.
Die Reise nach Südafrika inklusive Startberechtigung bei dem Lauf mit insgesamt mehr als 20.000 Startern - auch der Halbmarathon wurde angeboten - hatte das Triathlon-Ass bei einer großen Bierbrauerei gewonnen. "Wir wurden eine Woche lang hervorragend betreut", berichtet Papendorf. Zum Programm gehörten auch Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten in und rund um Kapstadt, u.a. genoss die Reisegruppe den grandiosen Ausblick vom Tafelberg.
Der Samstag stand dann ganz im Zeichen des Wettkampfes. Sven Papendorf hatte sich mental hervorragend auf die Strecke eingestellt, ein Vorteil, wie sich letztlich zeigte: "Ich habe mir von vornherein keine Zwischenziele gesetzt, wie ich es bei meinen 20 Marathon-Starts gemacht habe. Für mich war immer klar, dass ich 56 Kilometer bewältigen musste. Ich war mental voll auf der Höhe" Zudem schaffte es Papendorf von Beginn, seinen Rhythmus zu finden - knapp fünf Minuten brauchte er für einen Kilometer. Zu schaffen machte Papendorf wie allen anderen Startern die hügelige Strecke: "Wir mussten teilweise zehnprozentige Steigungen laufen." Das ständige Auf und Ab ging vor allem mächtig in die Oberschenkel. "Ich hatte nach dem Rennen einen ordentlichen Muskelkater", berichtet Sven Papendorf. Die herausragende Stimmung an der Strecke und im Zielbereich hätten aber die Mühen gerchtfertigt.
Sven Papendorf wird jetzt sein Training noch einmal intensivieren, vor allem auf dem Rad "viele Kilometer fressen". Sein Ziel ist der erste Ironman in und um Hamburg am 13. August, bei dem 3,8 km Schwimmen in der Alster, 180 km Radfahren in der Metropolregion sowie der abschließende Marathon in der Hansetadt auf dem Programm stehen. Hamburg ist die letzte Gelegenheit für deutsche Starter, einen Startplatz für das Mekka der Triathleten, den Ironman aus Hawaii, zu ergattern. Dort debütierte Sven Papendorf im vergangenen Jahr, und: "Ich würde Hawaii gerne noch einmal erleben!"