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Kommt jetzt ein Geschäftsführer? Vorstands-Duo des VfL Jesteburg tritt im März nicht wieder zur Wahl an

Wollen im Herbst die Strukturen für die Zukunft des VfL Jesteburg schaffen (v. li.): Vorsitzender Helmut Meyer, sein Vize Dietmar Schmidt und Hans-Jürgen Börner

Paukenschlag in Jesteburg! Helmut Meyer, seit 1992 Vorsitzender des VfL Jesteburg, wird nächstes Jahr nicht wieder kandidieren. Mit ihm nehmen drei weitere Vorstandsmitglieder ihren Hut. „Es wird Zeit, dass sich im Verein etwas ändert“, so Meyer. „Die Arbeit ist ehrenamtlich nahezu nicht mehr zu leisten.“ Im Herbst will der VfL-Chef mit Mitgliedern in Klausur gehen. Seine Hoffnung: Ein hauptamtlicher Geschäftsführer kommt.

mum. Jesteburg. Dem VfL Jesteburg steht im kommenden Jahr ein entscheidender Umbruch bevor! Mit Helmut Meyer (63, Vorsitzender), seinem Vize Dietmar Schmidt (72) sowie Schatzmeister Peter Börke und Schriftführerin Margret Haase-Held wird sich der Großteil des geschäftsführenden Vorstands im März nicht wieder zur Wahl stellen. „Es wird einfach Zeit, dass hier jemand Neues das Kommando übernimmt“, sagt Meyer. Bereits seit 1992 lenkt er mit großem Erfolg die Geschicke des Vereins. Schmidt gehört sogar schon seit 1984 dem Vorstand an; seit 1996 ist er der zweite Mann im Verein. Der Verzicht auf eine weitere Amtszeit kommt nicht überraschend. „Ich habe das bereits vor zwei Jahren angekündigt“, so Meyer. „Nur glauben wollte es mir niemand.“
Das wird sich spätestens jetzt ändern. Meyer und sein Vize Schmidt wollen im Herbst einen Workshop veranstalten, der von dem Medien-Experten Hans-Jürgen Börner geleitet wird. „Unser Ziel ist es, dort die Grundlagen für das neue Präsidium zu schaffen“, sagt der Vorsitzende. Meyer macht keinen Hehl daraus, dass er sich für die Zukunft einen hauptamtlichen Geschäftsführer sehr gut vorstellen kann, der den VfL lenkt. „Selbstverständlich muss es dazu einen ehrenamtlichen Vorstand geben.“ Meyer: „Die Arbeit ist einfach kaum noch zu schaffen. Täglich fallen irgendwelche Aufgaben an.“ Dazu komme noch die große finanzielle Verantwortung: Beim VfL werden jährlich bis zu 280.000 Euro bewegt.
Die Alternative sei aus Sicht des Vorstands-Duos ein ehrenamtlicher Vorsitzender, beziehungsweise ein Vorstands-Team. „Wir sind offen für alle Seiten“, betonen die VfL-Urgesteine. „Wir werden uns im März auch nicht aus dem Staub machen, sondern wollen mit Rat und Tat zur Seite stehen - wenn es denn gewünscht wird.“
Sollten sich die Mitglieder schließlich für ein Modell mit Geschäftsführer entscheiden, müsste auch dessen Finanzierung geklärt werden. Eine Beitragserhöhung wäre dann wohl nicht auszuschließen.
Immerhin: Sollte der Verein nach einem Jahr keinen neuen Vorstand finden, droht den VfL-Mitgliedern nicht der Verlust ihres sportlichen Zuhauses. „Das Vermögen fällt dann an die Gemeinde“, so Meyer. „Ich vermute, jemand aus der Verwaltung würden den Verein dann kommissarisch führen.“

VfL Jesteburg: 1.600 Mitglieder
(mum). Der VfL Jesteburg feierte 2012 sein 100-jähriges Bestehen. Dem Verein gehören derzeit etwa 1.600 Mitglieder an, darunter 700 Kinder. Turnen ist mit 400 Sportlern die größte Abteilung. Auf Platz zwei folgt Fußball (380 Mitglieder).
Der Monatsbeitrag liegt bei 13,50 Euro; Familien - ganz gleich wie viele Kinder - zahlen 29 Euro.
„Ich bin davon überzeugt, dass wir für die Zukunft gut aufgestellt sind“, sagt Meyer. Das Vereinshaus am „Am Alten Moor“ wurde 1997 eröffnet, ebenso wie das Beachvolleyballfeld auf dem Freibad-Areal. Seit 2011 verfügt der VfL über vier Fußballplätze. Nach den Sommerferien kommt noch - dank der neuen Oberschule - eine neue Sporthalle hinzu. „Wir sind schuldenfrei und haben gesunde Strukturen“, so Meyer.