Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Wer wird neuer Vereins-Chef? - VfL Jesteburg: Vorstand tritt nicht wieder an / Künftig soll es ein Geschäftsführer richten

Arbeiten an der Zukunft des VfL Jesteburg: Vorsitzender Helmut Meyer (li.) und sein Vize Dietmar Schmidt

Der VfL Jesteburg steht vor einem großen Umbruch: Während der nächsten Jahreshauptversammlung soll die Satzung geändert werden. Ziel ist es, dass der Verein künftig von einem hauptamtlichen Geschäftsführer geführt wird. VfL-Vorsitzender Helmut Meyer möchte nicht wieder kandidieren. „Die Verantwortung ist ehrenamtlich nicht mehr zu leisten.“ Zur Finanzierung des Geschäftsführers soll der Beitrag erhöht werden.

mum. Jesteburg. Dem VfL Jesteburg steht ein großer Umbruch bevor! Wie das WOCHENBLATT bereits berichtet hat, wird Helmut Meyer (64), seit 1992 Vorsitzender des VfL, nicht wieder kandidieren. Mit ihm nehmen drei weitere Vorstandsmitglieder ihren Hut - unter anderen Vereins-Vize Dietmar Schmidt (72).
„Es wird Zeit, dass sich im Verein etwas ändert“, betont Meyer. „Die Arbeit ist ehrenamtlich nicht mehr zu leisten.“ Dazu komme noch die große finanzielle Verantwortung: Beim VfL werden jährlich bis zu 280.000 Euro bewegt. Der Vereins-Chef macht keinen Hehl daraus, dass er sich für die Zukunft einen hauptamtlichen Geschäftsführer sehr gut vorstellen kann. „Selbstverständlich muss es zusätzlich einen ehrenamtlichen Vorstand geben.“
Meyer hatte gemeinsam mit dem Vorstand interessierte Mitglieder zu einem Workshop eingeladen. Gemeinsam sollten die Grundlagen für die Zukunft gestellt werden. „Ich bin mit den Gesprächen sehr zufrieden“, sagt der Vorsitzende. Die Mehrheit der etwa 60 Teilnehmer habe sich für einen hauptamtlichen Geschäftsführer ausgesprochen. „Wir werden auf der Jahreshauptversammlung Anfang März die notwendige Satzungsänderung beantragen und hoffen, dass die Mitglieder zustimmen werden.“
Dem Vorstand sei es gelungen, für alle Posten geeignete Kandidaten zu finden. „Lediglich ein neuer Vorsitzender ist noch nicht an Bord“, so Meyer. Er sei aber zuversichtlich, bald jemanden nennen zu können. Der VfL Jesteburg sei ein toller Verein, für den es sich lohne, sich zu engagieren. „Wenn ich 20 Jahre jünger wäre, würde ich mich selbst wieder zur Verfügung stellen.“ Aber nach so vielen Jahren Vorstandsarbeit - bei Meyer sind es mehr als 27 Jahre, davon 24 Jahre als Vorsitzender, bei Schmidt sind es mehr als 30 Jahre - müsse es erlaubt sein, aufzuhören. „Wenn es von unseren Nachfolgern gewünscht wird, werden wir und der Ehren-Beirat selbstverständlich auch weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung stehen“, so Meyer.
Für die Mitglieder bedeutet die neue Vereinsstruktur, dass auf sie eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrags zukommt. „Sie werde allerdings sehr moderat ausfallen“, so Schmidt, der von einem Euro pro Mitglied/Monat ausgeht. In den nächsten Wochen werde sich der Vorstand bemühen, geeignete Geschäftsführer-Kandidaten zu suchen. Interessenten können sich gern an den Noch-Chef wenden. Der genaue Aufgabenbereich werde aber vom neuen Vorstand definiert.

• Stichwort VfL Jesteburg:
Der VfL Jesteburg feierte 2012 sein 100-jähriges Bestehen. Dem Verein gehören derzeit etwa 1.330 Mitglieder an, darunter 628 Kinder. Turnen ist mit 400 Sportlern die größte Abteilung. Auf Platz zwei folgt Fußball (380 Mitglieder). Der Monatsbeitrag liegt zurzeit bei 13,50 Euro; Familien - ganz gleich mit wie vielen Kindern - zahlen 29 Euro.