Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Bahnstreik: Jedes zweite Unternehmen ist betroffen

(mum). Gut jedes zweite Unternehmen aus Niedersachsen war vom letzten Bahnstreik betroffen. Das hat eine Blitzumfrage des Niedersächsischen Industrie- und Handelskammertages (NIHK) ergeben, an der sich 132 Betriebe beteiligt haben. Bei knapp sieben Prozent der Befragten gab es sogar massive Probleme. „Die Lösung hieß vielerorts: Straße statt Schiene, Produktion einschränken oder flexibler arbeiten“, so NIHK-Präsident Gert Stuke. „Mehr als 26 Prozent der Betriebe erwägen, künftige Transporte auf andere Verkehrsträger zu verlagern.“ Leidtragende des Streiks seien im übrigen nicht nur Industrie und Handel, sondern auch die Tourismuswirtschaft. So hätten Umfrageteilnehmer über die erschwerte An- und Abreise ihrer Gäste berichtet, die nicht selten zu kompletten Stornierungen geführt habe.
Beim Warentransport klagte mehr als die Hälfte der betroffenen Unternehmen (gut 51 Prozent) über Schwierigkeiten: Bei knapp 33 Prozent dieser Betriebe wurde Ware nicht pünktlich ausgeliefert. Mehr als die Hälfte der Betroffenen hätten berichtet, dass Kunden oder Lieferanten nicht pünktlich am Ziel waren, beziehungsweise Dienstreisen abgesagt oder umgeplant werden mussten.
„Wenn die Tarifparteien nicht bald ernsthaft eine Lösung finden, wird der Vertrauensverlust für die Bahn noch größer“, so Stuke. „Jeder weitere Streiktag ist überflüssig, teuer und schadet mit den Unternehmen auch unserer Volkswirtschaft!“