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GeWerbekreis steht vor einer Neugründung

Hoffen auf einen Neustart des GeWerbekreises unter neuem Namen: Bernd Jost und Henning Erdtmann (Foto: Erdtmann)

„Wir für Jesteburg!“: Henning Erdtmann und Bernd Jost werben für einen neuen Verein.



mum. Jesteburg.
Henning Erdtmann, Vorsitzender des Jesteburger GeWerbekreises, ist Realist: „Wenn wir nichts ändern, dann steht unser Verein vor dem Aus.“ Trotz mehrfacher Aufrufe beteiligen sich immer weniger Mitglieder an den Aktionen der Kaufleute. Das führte unter anderem dazu, dass der beliebte Weihnachtsmarkt abgesagt werden musste. Schlimmer noch wiegt die Tatsache, dass sich seit dem Ausscheiden von Vize Edgar Romanowski im Sommer vergangenen Jahres (das WOCHENBLATT berichtete) kein Nachfolger finden ließ. Erdtmann führt den Verein quasi allein. Einer der wenigen, auf die sich der Vorsitzende stets verlassen konnte, ist Bernd Jost. Gemeinsam haben die beiden Männer nun eine Idee entwickelt, die den GeWerbekreis zwar nicht retten wird, wohl aber den Weg für einen Neuanfang bereiten könnte. Aus dem Zusammenschluss für Kaufleute soll ein Verein werden, dem Leute angehören, denen Jesteburg am Herzen liegt. Das Motto könnte zugleich der Name des neuen Vereins sein: „Wir für Jesteburg!“
Vorbild sei laut Jost und Erdtmann „Buchholz Marketing“.
„Wir möchten einen Verein gründen, dessen Mitglieder sich für den Ort einbringen“, so Jost. „Es soll darum gehen, mit Veranstaltungen und Aktionen die Attraktivität des Dorfes zu steigern.“ Den Männern ist wichtig, dass sich nicht nur Geschäftsleute angesprochen fühlen. „Jeder ist willkommen, der sich einbringen möchte.“
Jost weist auf die Vielzahl von Veranstaltungen hin, die der GeWerbekreis bislang organisiert hat: Maibaum-Fest, Weihnachtsmarkt und White-Dinner seien eine Bereicherung gewesen. „Diese Events sollen weiterhin stattfinden.“ Zudem überlegt Jost, ob man das einst sehr beliebte Spargelfest wieder aufleben lassen sollte. „Ich kann mir zudem vorstellen, dass wir einmal im Jahr einen Ball im Schützenhaus organisieren“, so Jost.
Ideen gibt es also viele. „Nun gilt es, dafür die Begeisterung zu entfachen“, sagt Erdtmann. Geld könnte über den erfolgreichen Wochenmarkt in die Kasse kommen. Nach den Plänen von Erdtmann und Jost soll der neue Verein weiterhin für die Organisation verantwortlich bleiben.
Und wenn die Mitglieder nicht mitziehen? „Dann wird der GeWerbekreis abgewickelt“, macht Erdtmann deutlich. Ohne einen Vorstand gebe es gar keine andere Möglichkeit.
• Dem GeWerbekreis gehören noch etwa 50 Betriebe an. Zu seinen besten Zeiten waren es 80 Mitglieder. Finanziell geht es dem Verein gut. In der Kasse sind etwa 10.000 Euro. Gut 4.500 Euro kommen jährlich über den Wochenmarkt rein. Die Mitglieder zahlen einen Jahresbeitrag in Höhe von 120 Euro.

Außerordentliche Mitgliederversammlung

Die außerordentliche Mitgliederversammlung des GeWebekreises findet am Mittwoch, 13. Dezember, um 18.30 Uhr bei Hof & Gut (Itzenbütteler Sod 15) statt. Vereins-Vorsitzender Henning Erdtmann möchte mit den Mitgliedern über die Umwandlung des Verein diskutieren.

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