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Heitmanns Appell: Das Richtige tun - Lokal einkaufen

Jesteburgs Bürgermeister Udo Heitmann setzt sich für den lokalen Handel ein (Foto: oh)
mum. Jesteburg. Der Hilferuf zahlreicher Jesteburger Geschäftsleute im WOCHENBLATT zeigt Wirkung. Jesteburgs Bürgermeister und SPD-Landtagskandidat Udo Heitmann fordert die Bürger auf, Weihnachtsgeschenke vor Ort zu besorgen. „Wir alle kaufen für Weihnachten ein und nutzen dazu auch die Angebote von Online-Händlern“, so Heitmann. Es sei auch gut, dass es so eine große Auswahl gibt. Aber: „Gerade zu Weihnachten können wir bewusst beim Einkaufen das Richtige tun und hier kaufen.“
Anlässlich des Nikolaustages hatten mehr als 20 Jesteburger Geschäfte erstmals zu einer gemeinsamen Aktion aufgerufen. Kinder durften einen Stiefel in einem Laden abgeben und mussten diesen dann – selbstverständlich mit kleinen Überraschungen befüllt – in den Schaufenstern der beteiligten Geschäften suchen. Hinter der vorweihnachtlichen Aktion
steht ein Hilferuf der Geschäftsleute. „Immer mehr Einzelhändler sind durch das Internet in ihrer Existenz bedroht“, sagt Initiatorin Tina Thiel. „Einige von uns erleben immer häufiger, dass sich Kunden im Ladengeschäft beraten lassen und dann im Netz bestellen.“ Jesteburg sei ein wunderschöner Ort, der durch seine Einzelhändler ein großes Angebot an Waren des täglichen und nichtalltäglichen Bedarfs abdecke. „Wir wollten nicht mit dem erhobenen Zeigefinger auf unsere Situation hinweisen, sondern mit den Menschen ins Gespräch kommen“, sagt Tina Thiel.
Laut Heitmann zahle der Einzelhändler vor Ort Steuern. „Davon finanzieren wir Schwimmbäder, Bibliotheken und viele andere freiwillige Leistungen.“ Große Versender hätten ihren Sitz außerhalb Deutschlands. Heitmann spricht von einem Ungleichgewicht zu Gunsten der Konzerne: „Die Großen können ihre erfolgreiche und bunte Marketingstrategie nur durch Niedriglöhne und Marktmacht gegenüber mittelständischen Herstellern umsetzen. Der Spielzeugladen um die Ecke hat diese Option nicht.“
Örtliche Einzelhändler übernehmen laut dem Jesteburger Bürgermeister Verantwortung: „Sie erhalten lokale Arbeitsplätze und tragen somit zur sozialen Identität der Region bei. Daher lautet sein Appell: „Denken wir auch an die Einzelhändler in Tostedt, Buchholz, Jesteburg oder Hollenstedt. Viele dieser Händler sind inzwischen auch im Internet vertreten.“