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Mit Sprache erfolgreich heilen

Sandra Mantz (li.) bildete die Waldklinik-Mitarbeiter zu "Sprachbegleitern im Gesundheitswesen" aus (Foto: Waldklinik Jesteburg)

Waldklinik-Mitarbeiter absolvieren Ausbildung zu "Sprachbegleitern im Gesundheitswesen".

mum. Jesteburg. Welchen Einfluss hat Sprache auf den Heilungsverlauf von Patienten? Diese Frage stellten sich die Verantwortlichen im Verbund Norddeutscher Rehabilitationskliniken (VNR), zu dem auch die Waldklinik Jesteburg gehört. Es entstand die Idee, die sprachliche Kommunikation der Mitarbeiter untereinander und mit den Patienten einer Qualitätsprüfung zu unterziehen. Angeregt von einer "Kick off"-Veranstaltung durch Sandra Mantz ("SprachGut"-Akademie), der es in hohem Maße gelang, Begeisterung und Interesse für die "Kraft der Sprache" zu erzeugen, wurde von den Qualitätsmanagement-Beauftragten ein Projekt ins Leben gerufen, das eine professionelle Ausbildung zu "Sprachbegleitern im Gesundheitswesen" zum Ziel hatte. Jeweils sechs bis acht Teilnehmer aus drei Kliniken wurden aufgrund von Initiativbewerbungen ausgewählt, um diese Ausbildung (80 Stunden) zu absolvieren.
Mit großem Enthusiasmus sind nun acht Waldklinik-Mitarbeiter als "Sprachbegleiter im Gesundheitswesen" im Einsatz. "Alle freuen sich nun darauf, ihre Kenntnisse und Erfahrungen in der Klinik einzubringen", sagt Waldklinik-Chef Hans-Heinrich Aldag.
Die Ausbildungsthemen waren vielfältig und konzentrierten sich besonders auf die Wechselwirkung zwischen sprachlichem Ausdruck und innerer Haltung. "Das ausgesprochene Wort ist nicht löschbar, deshalb hat es so eine hohe Bedeutung für das Miteinander - ganz besonders in der Beziehung zu Menschen, die Zuwendung bedürfen", so Aldag. Heilung könne nur in einem Klima der Zuversicht und Menschlichkeit erfolgen. "Dafür benötigen wir eine professionelle Sprache, die kompetent und einfühlsam ist."
Bereits jetzt werde laut Aldag deutlich, wie in allen Bereichen der Klinik das Thema "Sprache" Einzug in die tägliche Kommunikation gefunden hat. "Viele Mitarbeiter verfolgen mit erhöhter Aufmerksamkeit die Wortwahl in den Gesprächen und versuchen sich gegenseitig zum Gebrauch einer 'gesunden' Sprache zu ermutigen. Und dieses wirkt sich nach den ersten Erfahrungen sofort spürbar auf das allgemeine Wohlbefinden und die Stimmung aus", so Dr. Hans-Peter Neunzig, Projektverantwortlicher und Ärztlicher Direktor der Waldklinik.