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Nur Börner war dagegen

Der neue Verein soll künftig Veranstaltungen wie das Maibaum-Fest organisieren

Jesteburg: GeWerbekreis-Mitglieder beauftragen Vorsitzenden Henning Erdtmann, die Umwandlung vorzubereiten.



mum. Jesteburg.
Das Interesse hätte schon etwas größer sein dürfen! Lediglich neun von 50 Mitgliedern nahmen am Mittwoch an der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Jesteburger GeWerbekreises bei „Hof & Gut“ teil. Vorsitzender Henning Erdtmann hatte extra zu diesem Termin eingeladen, um über die Zukunft des Vereines zu diskutieren. „Mir ist schon klar, dass da nicht 40 Leute kommen“, so Erdtmann. „Aber 20 hätten es schon sein dürfen.“ Für Erdtmann unterstreicht die schwache Beteiligung nur, dass dringend Handlungsbedarf besteht.
Wie berichtet, steht der GeWerbekreis in seiner bisherigen Ausrichtung vor dem Aus. Trotz mehrfacher Aufrufe beteiligen sich immer weniger Mitglieder an den Aktionen der Kaufleute. Zudem steht der Verein seit dem Ausscheiden von Edgar Romanowski im Sommer vergangenen Jahres (das WOCHENBLATT berichtete) ohne einen zweiten Vorsitzenden da. Ein Nachfolger konnte trotz intensiver Bemühungen nicht gefunden werden.
Gemeinsam mit Bernd Jost, der zu den wenigen echten Stützen des Vereines zählt, präsentierte Erdtmann nun einen möglichen Ausweg aus der Krise. Aus dem Zusammenschluss für Kaufleute soll ein Verein werden, dem Leute angehören, denen Jesteburg am Herzen liegt. Das Motto könnte „Wir für Jesteburg“ lauten. Mit dem Konzept erhielten die beiden Männer Zustimmung von acht der anwesenden neun Mitglieder.
Nur der einstige TV-Mann Hans-Jürgen Börner setzte sich für den Erhalt des GeWerbekreises in seiner jetzigen Form ein. Seinen Argumenten wollten die Kaufleute aber nicht folgen. Zudem kritisierte Jost: „Wenn es darum ging anzupacken, habe ich Herrn Börner noch nie gesehen.“ Erdtmann bekam den Auftrag, ein Konzept zur Umwandlung des GeWerbekreises vorzubereiten. Dieses soll vermutlich während einer Mitgliederversammlung im Februar final diskutiert und dann auch umgesetzt werden.
„Wir möchten einen Verein gründen, dessen Mitglieder sich für den Ort einbringen“, so Jost. „Es soll darum gehen, mit Veranstaltungen und Aktionen die Attraktivität des Dorfes zu steigern.“ Den Männern ist wichtig, dass sich nicht nur Geschäftsleute angesprochen fühlen. „Jeder ist willkommen, der sich einbringen möchte.“