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Ärger wegen Grundstückskauf für neue Schulsporthalle

Jens Dammann vom Bürgerverein ist mit der Entscheidung für den Flächenankauf nicht einverstanden (Foto: oh)
bc. Jork. Der Jorker Gemeinderat hat den Haushaltsplan für 2013 verabschiedet. Nicht ganz einmütig. Fünf Ratspolitiker haben dem Zahlenwerk nicht zugestimmt. Sie ärgern sich über einen Flächenankauf für den Bau der Sporthalle für die Grundschule am Westerminnerweg, der mit dem Haushaltsplan verabschiedet wurde. 682.000 Euro haben die Politiker dafür eingestellt. Jens Dammann vom Bürgerverein Jork (BVJ) dazu: "Man kann nicht mehr Geld ausgeben, als man hat. Da wird die Kommunalaufsicht nicht mitspielen."

Dammann, Cord Lefers, Marion Albers, Dirk Vollmer (alle BVJ) sowie Peter Rolker (FDP) verweigerten dem Haushalt ihre Stimme. Sie vermissen einen dezidierten Plan, was mit dem Grundstück in der Nähe der Schule genau geschehen soll. Wie berichtet, braucht auch der TuS Jork eine Fläche, um seine dringend benötigten Gymnastikräume zu bauen.

Noch ist allerdings völlig unklar, ob der TuS auf dem Gelände seine Räume bauen kann - sowohl aus rechtlicher als auch aus bautechnischer Sicht. Die vom TuS und vom Bürgerverein favorisierte Fläche am Schulzentrum für den Bau der Räume lehnen CDU, SPD und Grüne kategorisch ab.

TuS-Vorsitzender Rainer Gaffron kann sich über den Grundstückskauf nicht so recht freuen: "Es müssen noch so viele Dinge geklärt werden." Unklar ist auch, wann der Bau der Schulsporthalle angesichts der klammen Gemeindekasse überhaupt beginnen kann. Der Jorker Haushalt wird unter den aktuellen Bedingungen nicht vor 2015 ausgeglichen sein. Eine Zweifeldhalle kostet jedoch ungefähr zwei Mio. Euro.

Das Problem: Der TuS braucht seine neuen Räume sofort. Die Sportler üben bereits seit längerem Druck auf die Politik aus. Gaffron: "Wir wollen nicht bis 2016 warten." Falls der TuS früher mit seinem Bau loslegen darf, müsste die Gemeinde jedoch in Vorleistung treten. Gaffron: "Die Gemeinde müsste z.B. gemeinsame Versorgungsleitungen vorfinanzieren."

Für CDU-Fraktionschef Michael Eble ist es unstrittig, dass unmittelbar nach dem Grundstückskauf auch mit dem Bau der Schulturnhalle begonnen werden kann. "Der Bau der Halle ist eine gemeindliche Pflichtaufgabe, die wir notfalls auch mit Krediten finanzieren werden", so Eble. Der Christdemokrat gibt jedoch zu, dass ein Konzept noch nicht existiere.

FDP-Ratsherr Peter Rolker kann die Schuldenpolitik der Gemeinde nicht nachvollziehen: "Wir hinterlassen der nachfolgenden Generation einen riesigen Schuldenberg." Im kommenden Jahr werde die Gemeinde bereits zehn Mio. Euro Schulden haben.