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Altländer Heimatforscher Gerd Matthes ist tot

Gerd Matthes verschrieb sich Zeit seines Lebens der Geschichte des Alten Landes (Foto: lt)
(bc/nw). Das Altländer Urgestein Gerd Matthes aus Estebrügge ist am vergangenen Wochenende im Alter von 81 Jahren verstorben. Seit frühester Kindheit hat sich Gerd Matthes mit seiner Heimat beschäftigt. Mit 14 Jahren fing er an, Altländer Möbel zu sammeln. 1992 erfüllte er sich einen langgehegten Wunsch und richtete in seinem Haus am Steinweg ein kleines Museum ein. Dort hat er seine Kostbarkeiten auf 72 Quadratmetern ausgestellt.

Gerd Matthes kennt sich wie kaum ein anderer in den Familiengeschichten der Altländer aus. In 25 Jahren als Gästeführer warb er bei unzähligen Besuchern für die Geschichte und den Erhalt seiner Heimat. Lange Zeit war er der einzige männliche Gästeführer, der in seiner Tracht natürlich überall auffiel.

2002 wurde ihm für seine Bemühungen um die Pflege und Erhaltung Altländer Kultur, für sein Engagement für die evangelische St.-Martini-Gemeinde und den Tourismus der Bürgerpreis der Gemeinde Jork verliehen. Für die Estebrügger Kirchengemeinde war er 24 Jahre in verschiedenen Funktionen tätig.

Seine Liebe zum Alten Land und die Angst um den Zerfall seiner Heimat ließ ihn 2008 zum Mitgründer des Vereins für die Anerkennung des Alten Landes zum Welterbe der UNESCO werden. Das Alte Land und besonders die Gemeinden an der Este verlieren einen ihrer wichtigsten Förderer, Kenner, Stifter und Unterstützer.