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"Altländer Hof"-Grundstück: Jetzt kann es bald losgehen

So sehen die Planungsskizzen des Buxtehuder Büros „Frenzel und Frenzel“ aus: Geplant ist eine Fachwerk-Fassade zur Straßenseite (Foto: Frenzel und Frenzel)
bc. Jork. Wir schreiben heute den 19. August und noch immer ist nichts passiert beim Jorker Schandfleck „Altländer Hof“ am Obstmarschenweg: Höchste Zeit für das WOCHENBLATT, mal wieder bei der Volksbank Stade-Cuxhaven nachzuhaken, die - wie berichtet - das Brandruinen-Grundstück im März nach mehreren geplatzten Zwangsversteigerungen im freien Verkauf erworben hatte.

„Stand jetzt könnten wir mit dem Abriss im September oder Oktober beginnen, je nachdem, was die Behörden sagen“, erläutert Volksbank-Vorstand Reinhard Dunker auf Nachfrage am Montag.

Zur Erklärung: Die Volksbank musste hinter den Kulissen noch einige bürokratische Hürden überwinden, die eine Umschreibung des Eigentums auf das Geldinstitut bis vor Kurzem unmöglich machte. „Der Insolvenzverwalter musste Wegerechte löschen. Seit vergangener Woche haben jedoch alle Berechtigten im Grundbuch der Löschungsbewilligung zugestimmt“, bestätigt Dunker.

Eine Bauvoranfrage sei bereits beim Landkreis Stade als zuständige Genehmigungsbehörde gestellt. Erst wenn der positive Bauvorbescheid eingetroffen ist, will die Volksbank mit dem Abriss beginnen.

Bekanntlich hat die Jorker Politik mehrheitlich dem architektonischen Entwurf des Buxtehuder Planungsbüros „Frenzel und Frenzel“ schon zugestimmt. Geplant ist ein Mietshaus mit zwölf bis 14 Wohneinheiten ungefähr auf dem Grundriss des „Altländer Hofes“. Zur Straßenseite ziert das Gebäude eine ortstypische Fachwerk-Fassade.

Für den benachbarten, gemeindeeigenen Parkplatz östlich des „Altländer Hofes“ wird derzeit ein Kaufvertrag vorbereitet. Die Gemeinde hatte die Fläche der Volksbank angeboten - für 65 Euro pro Quadratmeter. „Wir hätten die Fläche nicht zwingend gebraucht, um die geforderte Parkplatz-Anzahl bauen zu können. Uns wurde das Grundstück aber angeboten“, betont Reinhard Dunker.

Zum Hintergrund: Einzelne Politiker übten bereits Kritik, die Gemeinde verramsche Gemeindeland für einen relativ kleinen Preis. Dunker: „Es ist festgeschrieben, dass wir hier nur Parkplätze bauen dürfen. Dafür ist der Preis nicht zu günstig.“ Vorgesehen sind Stellflächen sowie begrünte Carports.

Der „neue Altländer Hof“ ist das allererste eigene Neubauprojekt der Volksbank, die damit ihr Portfolio erweitern wird. Die Immobilie soll im Eigenbestand gehalten werden.

Auch die Banken leiden zunehmend unter dem niedrigen Zinsniveau, suchen sich daher neue Ertragsquellen. Zur Erklärung: Die Mietrendite beträgt drei bis vier Prozent, auf festverzinsliche Papiere gibt es derzeit nur rund ein Prozent Zinsertrag.
Ziel ist es, dass die ersten Mieter in dem neuen Gebäude im kommenden Jahr einziehen können.