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Blütenfest ein Minusgeschäft

Mehrere zehntausend Besucher strömen jedes Jahr zum Blütenfest nach Jork (Foto: archiv)
bc. Jork. Das Blütenfest in Jork ist der Besuchermagnet im Frühjahr schlechthin. Mehrere zehntausend Menschen pilgern seit Jahren Anfang Mai ins Alte Land. Das Fest wird immer größer und teurer. Eine finanzielle Herkules-Aufgabe für die ehrenamtlichen Organisatoren, die im vergangenen Jahr unterm Strich ein Minus verbuchen mussten, wie jüngst auf der Jahreshauptversammlung der Jorker Werbegemeinschaft bekannt wurde.

Verantwortlich für das zweitägige Mega-Event im Alten Land ist die Werbegemeinschaft - ein Zusammenschluss von ca. 60 Gewerbetreibenden, für die das Blütenfest zu einem finanziellen Drahtseilakt geworden ist. "Das ist Wahnsinn, was wir als kleiner Gewerbeverein jedes Jahr mit dem Blütenfest auf die Beine stellen", sagt Michel Rausch, Vorsitzender der Werbegemeinschaft. Derzeit betrage das Guthaben lediglich 250 Euro - der niedrigste Kontostand seit jeher. "Das Minus mussten wir mit den Beiträgen unserer Mitglieder ausgleichen", berichtet Rausch.

Zusätzlich habe die Werbegemeinschaft einen Zuschuss bei der Gemeinde Jork beantragt, der nunmehr rückwirkend für 2012 in Höhe von 2.500 Euro genehmigt wurde. In gleicher Höhe unterstützt die Kommune das Blütenfest auch in diesem Jahr. Rausch: "Damit hat sich die finanzielle Situation etwas entspannt." Trotzdem suche der Verein ständig nach neuen Sponsoren. Wegen der kurzzeitigen finanziellen Schieflage musste die Werbegemeinschaft die im Frühjahr geplante "Holländische Woche" absagen.

Rausch wünscht sich, dass die Obstbauern den Blütenfest-Organisatoren finanziell mehr unter die Arme greifen. Bisher verhalten sie sich eher zurückhaltend gegenüber der Werbegemeinschaft. "Obwohl viele Obstbauern sehr vom Blütenfest profitieren", sagt Rausch. Ganze Busladungen würden nach Jork kutschiert und sorgen für Umsatz.

Die Anforderungen bei der Organisation des Festes sind dagegen in den vergangenen Jahren immer mehr gestiegen. "Wir müssen Sicherheitspersonal bezahlen, müssen Fremdfirmen mit der Abfallentsorgung beauftragen", sagt Rausch. Die Zeiten, in denen der Vorstand alles alleine erledigen könne, seien vorbei. Für dieses Jahr sei geplant, die Kosten zu reduzieren. Zum Beispiel sollen Sportvereine angesprochen werden, ob sie beim Saubermachen auf dem Festplatz helfen würden.

Michel Rausch kann alle Blütenfest-Fans beruhigen: "Die Anstrengungen werden zwar größer, aber irgendwie kriegen wir auch das Blütenfest 2013 hin."