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Dauerschandfleck: ein Ende in Sicht?

Früher hat Hinrich Albers die Blumenkästen auf eigene Faust gepflegt, das darf er aber jetzt nicht mehr (Foto: bc)
bc. Jork. Hinrich Albers muss täglich den Anblick der gesperrten Arp-Schnitger-Brücke im Jorker Ortszentrum ertragen. Er wohnt mit seiner Frau direkt daneben. Schon seit 2012 ist der kleine Steg aufgrund der maroden Bausubstanz mit Gitterzäunen abgesperrt - ein echter Schandfleck für das Dorf. Warum der Bauhof nicht zumindest die sieben Balkonkästen pflegt, will Albers nicht in den Kopf. Im jüngsten Bauausschuss merkte er im Rahmen der Einwohnerfragestunde süffisant an: „Nicht, dass sich irgendwann herausstellt, dass in den Kästen seltene Kräuter wachsen und die Brücke unter Schutz gestellt wird.“
In der Tat ist die Brücke nicht nur das Ärgernis eines einzelnen Bürgers. Auch Ausflügler werden die Jorker Ortsmitte, eines der Epizentren des Altländer Tourismus, kaum in guter Erinnerung behalten. Touristen müssen seit Jahren einen Umweg in Kauf nehmen, um zum historischen Zigarrenmacherhäuschen zu gelangen. Ein Zustand, der schnellstens abgestellt werden müsste. Die Chance ist jetzt da.
Im kommenden Bauausschuss am Donnerstag, 22. September, (18.15 Uhr, Alte Wache) ist die Arp-Schnitger-Brücke auf Antrag des Bürgervereins erneut Thema.
Die finanziell nicht auf Rosen gebettete Gemeindeverwaltung hat neue Angebote für eine Sanierung eingeholt. Statt Kosten von mehr als 50.000 Euro könnte eine Stahl-Holz-Konstruktion für gut 15.000 Euro Abhilfe schaffen. Abriss und Instandsetzung der Widerlager sind in dem Angebot jedoch noch nicht enthalten. Bürgermeister Gerd Hubert: „Die Verwaltung braucht grünes Licht von der Politik, damit die Brücke 2017 erneuert werden kann.“