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Erinnerungen für die Ewigkeit

„Es war ein super spannendes Jahr", sagt Blütenkönigin Theresa Dicks.
bc. Jork. Den Bammel vor einem Bühnenauftritt hat sie längst abgelegt. Zuletzt hat sich Theresa Dicks (18) regelrecht gefreut, wenn sie vor großem Publikum sprechen durfte. Das Ehrenamt der Altländer Blütenkönigin hat dem Teenager zu mehr Selbstbewusstsein verholfen. „Ich bin froh, dass ich mich damals dazu entschieden habe. Es war ein super spannendes Jahr“, sagt die Auszubildende im Jorker Rathaus.

Auf der großen Blütenfest-Bühne wird sich Theresa Dicks am Samstag, 4. Mai, ab 13 Uhr mit einer Rede von ihrem „Volk“ verabschieden. Dann übergibt sie Flunkenkranz und silberne Filigrankette an ihre Nachfolgerin. „Ich hoffe, dass ich nicht zu Tränen gerührt sein werde“, schmunzelt die junge Frau mit dem perfekten Foto-Lächeln.
Eigentlich ist Theresa Dicks nicht der Typ, der sich gerne fotografieren lässt.

Blitzlichtgewitter ist nichts für die bodenständige Borstelerin. „Wenn ich die Tracht anhabe, ist das aber kein Problem“, erzählt sie. Die Altländer Traditionen mitzutragen, sei ihr ein inneres Anliegen gewesen. „Ich mag meine Heimat sehr. Die Ruhe, die Landschaft, die Obstbäume und auch den Tourismus. Ich finde es positiv, wenn Menschen anstreben, hierhin zu kommen“, sagt die scheidende Majestät.

Die vielen Auftritte als Blütenkönigin waren zwar mitunter stressig, „aber man wird zu keinem Termin gezwungen“, erzählt Theresa Dicks. Dass sie die eine oder andere Party ihrer Freunde verpasst habe, sei ihr egal. „Was ich in dem einen Jahr als Blütenkönigin sausen lassen musste, kann ich doch danach alles nachholen.“
Auf 50 Veranstaltungen habe sie in den vergangenen zwölf Monaten das Alte Land repräsentiert. Sei es bei einer Flugzeug-Übergabe bei Airbus, in Berlin bei Kanzlerin Merkel, beim Jorker Kirschenmarkt, beim Tag der Niedersachsen oder in diversen TV-, Radio- und Zeitungsinterviews.

Die Unterstützung der Familie ist dabei immens wichtig. Alleine 90 Minuten dauert es, in die historische Tracht zu schlüpfen - ohne Hilfe der Eltern Ilka und Carsten ein unmögliches Unterfangen. Immerin 20 Minuten nimmt das Feststecken der Flügelhaube in Anspruch. „Manchmal sind meine Eltern und ich sonntags um 6 Uhr aufgestanden, um die Tracht anzuziehen“, erzählt Theresa Dicks.

Spätestens wenn dutzende leuchtende Kinderaugen zu ihr aufblickten, war die Mühe vergessen. „Für viele Kinder war ich ein Vorbild. Ein ganz neues Gefühl.“ Erinnerungen, die nie verblassen.

Michel Rausch, Vorsitzender der Jorker Werbegemeinschaft, spricht Theresa Dicks ein großes Lob aus: „Theresa hat mit ihrer charmanten Art hervorragend dazu beigetragen, dass das Alte Land noch beliebter geworden ist.“