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Experten kritisieren Mini-Deiche scharf

bc. Altes Land. Sind die Planfeststellungsunterlagen der Hansestadt Buxtehude für die Mini-Deiche das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind? Zumindest haben sie zwei Experten am Donnerstag im Bauausschuss der Gemeinde Jork vor rund 80 Zuschauern fachlich auseinandergenommen. Rechtsanwalt Dr. Rudolf Kiesewetter und Wasserbau-Experte Dr. Frank Spingat („Manzenrieder und Partner“) hatten auf Wunsch der Gemeinde die Unterlagen seziert.
Im Wesentlichen geht es um zwei Kritikpunkte: Es soll grobe Fehler bei der Berechnung der sogenannten Lastfälle gegeben haben. Das heißt: Das Wasser im Unterlauf der Este könnte höher steigen als angenommen. "Günstig gerechnet statt der angenommenen 3,23 Meter sind es 3,50 Meter", sagt Rainer Podbielski, Sprecher der Interessengemeinschaft (IG) Este. Darüber hinaus seien keine Alternativen zu den Mini-Deichen geprüft worden - und wenn, seien sie zu teuer gerechnet worden. Stichwort Regenrückhaltebecken im Oberlauf der Este.
Bis zum 30. Juli haben die Anwohner nun noch Zeit, ihre Einwendungen gegen das Planverfahren der Stadt Buxtehude beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) abzugeben. "Wer nicht einwendet, verliert das Klagerecht und Entschädigungsansprüche", so Podbielski.

- Die IG Este möchte Anwohnern bei der Formulierung ihrer Einwendungen helfen. Folgende Sprechstunden in der Gaststätte Holst in Estebrügge sind geplant. Do. 16. Juli, 19 bis 21 Uhr; Fr. 17. Juli, 14 bis 16:30 Uhr; Do. 23. Juli, 19 bis 21 Uhr; Fr. 24. Juli, 14 bis 17 Uhr