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Gegen Bares Fleisch aus dem Automaten

Fleischermeister Daniel Röhrs bestückt den "Röhrs-O-Maten"
bc. Jork. Für alles Mögliche gibt es Automaten: Zigaretten, Kaugummi, Blumen und Obst. Jetzt überrascht eine Altländer Fleischerei mit einer neuen Idee: Steaks to go rund um die Uhr: Wen nach Ladenschluss die Fleischeslust treibt, kann sich seine Ration in Jork per Knopfdruck ziehen.

Die Fleischerei Röhrs hat vor ihrem Geschäft in der Jorker Ortsmitte den "Röhrs-O-Mat" aufgestellt - ein auf zwei Grad gekühlter Warenautomat, der gegen Bares Fleisch und Wurst ausspuckt - auf gleiche Weise wie anderswo Cola-Dosen oder Süßigkeiten.

So einen Service gibt es in der ganzen Region nicht. "Wir wollten unseren Kunden eine Möglichkeit bieten, unsere Produkte z.B. auch am Sonntag zu kaufen", sagt Fleischermeister Daniel Röhrs.

Bei den zigtausenden Grillfans im Landkreis vermutlich ein geniales Geschäftsmodell. Wieso ist das niemandem früher eingefallen?, fragt sich der geneigte Spontangriller, der gerne dann auf die Idee kommt, den Rost anzufeuern, wenn gerade kein Laden geöffnet ist.

Der "Röhrs-O-Mat" ist das Schlaraffenland für Kurzentschlossene, aber auch für Vergessliche: Nicht nur Steaks und verschiedene Wurstsorten, auch fertige Gerichte im Glas, Aufschnitt und Saucen befinden sich im Automaten, der nach der Grillzeit mit saisonalen Gerichten befüllt werden soll - alles aus eigener Herstellung.

Daniel Röhrs, Sohn von Inhaber Friedrich Röhrs, schnappte die Idee bei Kollegen in Süddeutschland auf. Dort sind Fleisch- und Wurstautomaten weit verbreitet. Der "Röhrs-O-Mat" ist schon in seinen ersten "Arbeitstagen" erfolgreich. "An Feiertagen musste ich den Automaten mehrmals mit frischer Ware auffüllen", erzählt Daniel Röhrs.

Fleisch aus dem Automaten klingt für uns Norddeutsche noch gewöhnungsbedürftig, scheint aber der Renner im Alten Land zu werden.