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Gerd Matthes (†): Was wird aus seinem Mini-Museum?

Gerd Matthes sammelte seit seiner Kindheit Altländer Devotionalien (Foto: archiv)
bc. Estebrügge. Mit Gerd Matthes (†81) verstarb kürzlich überraschend einer der bekanntesten und geschätztesten Heimatforscher des Alten Landes (das WOCHENBLATT berichtete). Seit frühester Kindheit sammelte er Altländer Kostbarkeiten. Vor mehr als 20 Jahren erfüllte sich Matthes einen Traum und richtete in seinem Haus in Estebrügge ein Mini-Museum ein. Gerne führte er Besuchergruppen durch sein Reich voller historischer Trachten, alter Stickereien und wunderschön verzierter Möbel. Was passiert jetzt mit diesem Nachlass? Bleibt Gerd Matthes' Schatz für die Nachwelt erhalten?

Fragen, die von den Kulturschaffenden im Alten Land zum jetzigen Zeitpunkt nicht vollständig beantwortet werden können. Matthes, der über keine enge Verwandtschaft verfügte, soll zwar ein Testament gemacht haben, eröffnet ist es aber noch nicht.

Hans-Heinrich Quast von der Kulturstiftung Altes Land bedauert den Tod von Gerd Matthes außerordentlich. Sofern das Testament eröffnet sei, müsse man sich beraten, ob es Möglichkeiten gebe, das Erbe von Gerd Matthes weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, so Quast.

Claus Ropers, Vorsitzender des Kulturvereins Jork, würde es begrüßen, wenn das kleine, etwa 70 Quadratmeter große Museum an Ort und Stelle in Estebrügge bestehen bleiben könnte - immer unter der Voraussetzung, dass es zu finanzieren sei. Ropers: "Reißt man solche Sammlungen auseinander, verlieren sie erheblich an Wert." Auch der Ort Estebrügge würde eine touristische Attraktion verlieren.

Nach WOCHENBLATT-Informationen soll Gerd Matthes vor seinem Tod kundgetan haben, dass sein Nachlass der Altländer Kultur erhalten bleibt.