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Gewerbegebiet "Ostfeld": Verkaufspreis soll in Kürze feststehen

Die Ollaner Appelkeunigin Julia Freiwald (re.) mischte sich auch unter die Gäste beim Jorker Neujahrsempfang
bc. Jork. Wer gedacht hatte, Jorks Bürgermeister Gerd Hubert würde beim Neujahrsempfang im Rathaus noch ein Wörtchen zur Kritik an seiner Person verlieren (das WOCHENBLATT berichtete), wurde enttäuscht. Kein Ton zu den Anschuldigen, er hätte die Finanzkrise der Gemeinde nicht im Griff oder wäre überfordert mit seinem Job. Stattdessen sparte er das für ihn unangenehme Kapitel in seinem Rückblick am Samstag vor rund 150 Gästen - darunter auch SPD-Landratskandidat Robert Crumbach - aus.

Hubert blickte dennoch auf ein unruhiges Jahr zurück. Die Steuererhöhung zu Jahresbeginn konnte die Folgen des unerwartet hohen Gewerbesteuereinbruchs nicht auffangen. Zudem musste die Gemeinde für teures Geld den verseuchten Grandplatz an der Schule in Königreich entsorgen. Die Verwaltung sei daraufhin zu drastischen Sparmaßnahmen gezwungen, so Hubert.

Positiv seien die Sanierung des Zigarrenmacherhauses ("Ein Schmuckstück") und die Fertigstellung der Kita am Osterminnerweg ("Vorbildobjekt") zu bewerten. Die Erweiterung des Gewerbegebietes am Ostfeld sei pünktlich im November abgeschlossen worden. In den nächsten Wochen soll laut Hubert die Vermarktung starten. Dann stünde der Verkaufspreis für die Grundstücke fest.

Der Bau der Ortsumgehung, für die derzeit der Vorbelastungsdamm aufgeschüttet werde, befinde sich im Zeitplan. Hubert: "Wir gehen davon aus, dass die Straße Ende des Jahres fertig ist." Der Bürgermeister rechnet damit, dass ihn neben der Haushaltssicherung die Bereitstellung von Unterkünften für Asylbewerber und der Hochwasserschutz an der Este in diesem Jahr intensiv beschäftigen werden.

Adelheid Rehder, Vorsitzende der Landfrauen Altes Land, nutzte ihre Redezeit, um einen flammenden Appell für das Ehrenamt auszusprechen: "Ein Ehrenamt ist zwar mit Arbeit verbunden, aber diese Arbeit wird auch gewürdigt. Betätigen sie sich ehrenamtlich. Es ist eine große Bereicherung."

Huberts Schlusswort: "Nur durch die vielen Ehrenamtlichen ist unsere Gemeinde so lebenswert."

• Die Sternsänger der katholischen St. Maria-Gemeinde sammelten während des Empfangs fleißig Spenden zugunsten von Flüchtlingskindern in Malawi. Der neunjährige Andreas Lomer brachte über dem Rathauseingang den Segen an.