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Gift-Sportplatz nach Hittfeld: Wie geht es weiter?

Seit Freitag wird an der Grundschule in Königreich gebaggert
bc. Jork-Königreich. Darauf haben viele Eltern lange gewartet. Seit dem zweiten Ferientag am vergangenen Freitag wird der giftige Sportplatz an der Grundschule in Jork-Königreich abgetragen. Um etwa 50 Zentimeter wird der mit Blei, Arsen und Quecksilber kontaminierte Grandplatz "tiefergelegt". Die belastete Schlacke und Kieselrot-Erde wird nach WOCHENBLATT-Informationen zur Dörner-Sondermülldeponie nach Hittfeld (Landkreis Harburg) gebracht. Das Hamburgische Ingenieurbüro für technischen Umweltschutz (HIBU) überwacht die Arbeiten. "Am Freitag sind wir fertig", sagt Bauamtsleiter Thomas Bültemeier. Eine neuerliche Analyse werde ergeben, ob der komplette belastete Boden entsorgt wurde.

Doch was passiert mit dem Loch von Königreich? Derzeit arbeitet die Jorker Verwaltung an einem Nachtragshaushalt 2013 - sprich der Finanzierung eines neuen Sportplatzes. Ohne Geld kein neuer Platz. Eine Neuverschuldung wird und kann es angesichts eines defizitären Jorker Haushaltes jedoch nicht geben. "Neue Kredite werden wir nicht aufnehmen", sagt Kämmerer Matthias Riel. Das Geld für einen neuen Sportplatz müsse an anderer Stelle eingespart werden.

Derzeit werde an einer Wirtschaftlichkeitsprüfung gearbeitet. Natur- oder doch lieber Kunstrasenplatz ist die Frage. Auch ein sogenannter Hybridrasen - ein
mit Kunstfasern verstärkter Naturrasen - wäre eine Alternative. Mitte August will die Verwaltung der Politik einen Vorschlag präsentieren. Dann erst beginnen die politischen Beratungen. "Man muss den Menschen keine falschen Hoffnungen machen. Unsere Zielsetzung für die Fertigstellung des neues Platzes lautet Sommer 2014", so Riel.

Bis dahin müssen sich Schule und Sportverein ASC Cranz-Estebrügge andere Spiel- und Trainingsstätten suchen. Besonders die Fußballer des ASC stehen vor einem großen Problem. Der Grandplatz war im Winter ihre Trainingsstätte schlechthin.