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Hochsaison für "Blütenspanner" / Das Alte Land von seiner schönsten Seite

Entspannen gern an der Elbe im Alten Land: Sabine und Christoph Räbsch (oben) aus Hannover sowie Heidi und Detlef Krampitz mit Hund Larry aus Rotenburg
lt. Altes Land. Wer in diesen Tagen im Alten Land unterwegs ist, kommt womöglich nicht so schnell von A nach B wie gewöhnlich und muss höllisch aufpassen, dass vor ihm nicht plötzlich ein Auto bremst, weil der Fahrer ein tolles Fotomotiv entdeckt hat. Während der Blütezeit herrscht Hochsaison im Landkreis Stade und Tausende Besucher - von den Einheimischen mit einem Augenzwinkern gern als "Blütenspanner" tituliert - machen im Reisebus, im Pkw, auf dem Fahrrad, zu Fuß oder im Wohnmobil die Gegend unsicher.
So wie Sabine und Christoph Räbsch aus Hannover und Heidi und Detlef Krampitz aus Rotenburg. Die befreundeten Paare kommen gern für einen Tagesausflug ins Alte Land und erholen sich am Lühe-Anleger vom Alltagsstress.
Die Wohnmobilisten reisen aber nicht nur zur Blütezeit in die Region. "Hier ist es doch immer schön", sagt Christoph Räbsch, der früher auch häufig mit dem Motorrad einen Abstecher in das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Europas machte.
Von hier aus könne man einfach mit der Fähre nach Hamburg fahren, leckeres Obst im Hofladen kaufen und in Ruhe "Schiffe gucken" sind sich die Freunde einig.
Dass endlich wieder mehr los ist, freut auch die Hofladen-Besitzer. Vor allem an den Wochenenden klingele die Kasse, so Rita Eckhoff aus Hollern-Twielenfleth. Besonders beliebt bei den Kunden seien Säfte aus dem Sack (Bag-in-Box) sowie Obst, insbesondere Äpfel.
Erschreckend sei bloß, dass viele Menschen anscheinend überhaupt kein Bewusstsein und Verständnis mehr für die Abläufe in der Natur hätten, sagt Rita Eckhoff. So gebe es immer wieder Kunden, die im Frühjahr frische Äpfel verlangen. Dass aber aus den Blüten, die es jetzt zu bestaunen gibt, erst im Herbst die frischen Äpfel werden, sei vielen nicht klar.
"Wir versuchen deshalb immer, den Besuchern zu vermitteln, wie wir leben, arbeiten und woher das Obst eigentlich kommt", sagt Rita Eckhoff.