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"IG Este" für ganzheitlichen Hochwasserschutz: "Wir müssen an einem Strang ziehen"

"Die Anlieger der Untereste dürfen nicht die Verlierer der Buxtehuder Hochwasserschutzplanungen sein", sagt Rainer Podbielski aus Estebrügge
lt. Estebrügge. Der Widerstand gegen den Bau von Minideichen in der Buxtehuder Innenstadt (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach) formiert sich jetzt auch an der Este im Alten Land. Schon knapp hundert Bürger unterstützen die vor rund zwei Wochen in Estebrügge neu gegründete "Interessengemeinschaft (IG) Este".
"Beim Thema Hochwasserschutz müssen alle Betroffenen an einem Strang ziehen, und es muss ein ganzheitliches Konzept geben", sagt IG-Sprecher Rainer Podbielski, der seit rund 30 Jahren auf dem Estedeich in Estebrügge lebt.
Würden die Hochwasserschutzpläne der Stadt Buxtehude, die auf die Pläne des Deichverbandes zurückgehen, umgesetzt, seien die Este-Anlieger im Alten Land die eindeutigen Verlierer, so Podbielski. Es sei nicht akzeptabel, dass die rund 300 Grundstücke an der Este bis Cranz künftig als "Wasserreservoir" für Buxtehude dienen sollten und bei Starkregen überflutet würden.
"Seit mehr als 50 Jahren hatten wir hier kein Hochwasser", sagt der IG-Sprecher. Mit Umsetzung der Buxtehuder Hochwasserschutzpläne werde man zurückgeworfen in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, als es das Sperrwerk in Cranz noch nicht gab und die Gärten und Keller bei Hochwasser vollliefen.
Wie auch das "Buxtehuder Aktionsbündniss für nachhaltigen Hochwasserschutz" fordert die "IG Este" eine Renaturierung der Este am Oberlauf sowie einen Querdamm an der Este in Höhe des Heidebads. Dieser soll sich gen Heimbruch ziehen und dafür sorgen, dass das Wasser gar nicht erst in die Stadt läuft und somit auch die Anlieger der Untereste vor Überflutung geschützt sind.
Ein 600 Meter langer Querdamm sei die einzig sinnvolle Möglichkeit, rund drei Millionen Kubikmeter Wasser von der Stadt fernzuhalten und zudem wesentlich kostengünstiger als 3,8 Kilometer Innenstadtmauern und -deiche vom Mühlenteich bis zum Zwinger.
Die "IG Este" sucht jetzt das Gespräch mit Buxtehudes Bürgermeister Jürgen Badur sowie den Kontakt zu den verschiedenen Parteien und anderen Bürgerinitiativen. "Damit alle Betroffenen in die Hochwasserschutzplanungen einbezogen werden und es am Ende keine Verlierer gibt", so Rainer Podbielski.