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Jork: Hohe Nachfrage nach Hortplätzen

bc. Jork. Die Nachfrage nach qualifizierter Nachmittagsbetreuung in der Gemeinde Jork nimmt zu. Das berichtete Andrea Sundermann, Vorsitzende des Tintenklecks-Hort, in der jüngsten Sitzung des Jugendausschusses. Eine Umfrage habe ergeben: Alleine 92 Eltern haben ihr Kind für einen Hortplatz vormerken lassen. Schon im Sommer diesen Jahres müsste der Hort angesichts der Anmeldezahlen eine dritte Gruppe eröffnen.

Derzeit seien 47 Kinder in zwei Gruppen angemeldet, neun Kinder stünden auf der Warteliste. Im Sommer 2013 stießen 23 Kinder dazu. Der Hort bräuchte mit 70 angemeldeten Kindern einen zusätzlichen Raum in der Grundschule am Westerminnerweg. "Eine dritte Gruppe bekommen wir noch in der Schule unter", sagt Jorks Bürgermeister Gerd Hubert auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Danach müsse man sich nach Alternativen umschauen.

Nach Hochrechnungen von Andrea Sundermann steige der Bedarf an Hortplätzen weiter an. 2014 benötige der "Tintenklecks" bereits Platz für 80, 2015 für 87 und 2016 für 91 Kinder. Sundermann: "Ab 2014 bräuchten wir vier Gruppen und entsprechend mehr pädagogische Fachkräfte." Bei vier Gruppen wäre zudem ein Sozialraum für das Personal erforderlich.

Dass der Elternverein "Tintenklecks" das gemeindliche Jugendzentrum mitnutzen kann - so wie es ein Antrag der SPD zur Diskussion stellte - ist laut Uwe Köpke, Fachbereichsleiter im Jorker Rathaus, ausgeschlossen: "Für eine Mehrfachnutzung scheidet das Jugendzentrum aus. Dafür gibt es von der Landesschulbehörde keine Betriebserlaubnis."

Die Jorker Politik will nun schnellstmöglich die Frage erörtern, ob die Grundschule am Westerminnerweg zur Ganztagsschule umgewandelt werden soll oder ob der Hort seine gut funktionierende Arbeit fortsetzen soll. Ausschussmitglied Silja Köpcke (CDU) sagte dazu: "Ich persönlich bin der Meinung, dass es eine Tendenz zur Ganztagsschule gibt."

Um eine Ganztagsschule einzuführen, sei aber jede Menge Infrastruktur vonnöten. "Dann müssten wir plötzlich 200 Kinder in einer Mensa versorgen", gibt SPD-Ratsfrau Ingrid Nilson in der Sitzung zu bedenken. Zudem stelle eine Ganztagsschule keine Ferienbetreuung sicher, so wie es jetzt mit dem Hort der Fall ist.

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