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Kampf gegen die Raserei in Jork

Nicole Brügger (25) erlebt die Raserei täglich vor ihrer Haustür
bc. Jork. Nach dem schrecklichen Auto-Unfall mit zwei toten Jugendlichen in Jork (das WOCHENBLATT berichtete) sind die Menschen im Ort aufgeschreckt. Sie wollen verstärkt gegen die Raserei kämpfen. Nicole Brügger (25) wohnt an der Schulstraße, ganz in der Nähe des Schulzentrums. Jeden Tag gehen hier Dutzende Schüler zum Unterricht. Die junge Frau beobachtet das Geschehen vor ihrer Haustür seit zwei Jahren. Sie sagt: "Wenn hier nicht bald Maßnahmen getroffen werden, geschieht hier der nächste schlimme Unfall." Eigentlich herrscht in dem Wohngebiet Tempo 30. Doch daran halten sich die wenigsten Auto- und Motorradfahrer. "Tempo 80 ist hier normal. Rechts vor links wird so gut wie gar nicht beachtet", ärgert sich Nicole Brügger.

Sie steht mit ihrer Meinung nicht alleine da. Auch viele ihrer Nachbarn unterstützen sie. Der Gang zu den Behörden hat die junge Frau allerdings desillusioniert. "Die Polizei hat mir gesagt, die Gemeinde sei zuständig. Bei der Gemeinde hat man mich zur Polizei geschickt", berichtet Nicole Brügger. Eine zufriedenstellende Antwort blieb man ihr schuldig. Zuständigkeits-Ping-Pong auf dem Rücken der Bürger.

Das Raserproblem zieht sich offensichtlich durch die gesamte Gemeinde. Immer wieder empören sich die Menschen in der WOCHENBLATT-Redaktion über meist Jugendliche, die die Jorker Straßen als Rennpiste missbrauchen. "Die Polizei hat mir gesagt, dass in vielen Jorker Ecken gerast wird. Offenbar müssen wir Bürger damit leben", sagt Nicole Brügger. Doch müssen sie das wirklich?

Das Problem wäre so einfach zu lösen. Bremsschwellen - kleine Huckel auf der Straße - wären laut Nicole Brügger optimal, um die gefährlichen "Hobby-Rennfahrer" zu stoppen: "Über die Huckel können die Leute nicht schnell fahren. Da müssen sie abbremsen." Schilder verfehlen ja augenscheinlich ihre Wirkung.

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