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Kirschen sind reif - Ernte beginnt

Hinrich Olkers erntet bereits die ersten Kirschen
at. Altes Land. Im Alten Land beginnt die Kirschernte: Hinrich Olters (61) aus Jork hat bereits die Sorten Napruni und Bellise abgesammelt. Er besitzt einen von rund 400 Obstanbaubetrieben im Alten Land. Dank des guten Wetters ist die Ernte in diesem Jahr zwei Wochen früher als im vergangenen. Abnehmer gibt es garantiert: "Wenn das Wetter warm ist, essen die Menschen wesentlich mehr Kirschen", weiß der Gärtnermeister. Und die Früchte brauchen auch die Sonne und die Wärme um süß, knackig und rund zu werden. Der Zucker zieht bei zu viel Regen die Feuchtigkeit auf und die Schale platzt. Nach Regen sieht es in der nächsten Zeit nicht aus, die Obstbauern rechnen mit einer guten Ernte.
Das bestätigt auch Dr. Matthias Görgens vom Obstbauzentrum „Esteburg“ in Jork. "Wenn das Wetter so bleibt, gibt es eine gute Ernte." 4.500 Tonnen Kirschen werden pro Jahr im Alten Land geerntet.
Anke Olters verkauft ein Kilo der Frucht für 3,50 Euro auf den Wochenmärkten. Regionale Ware wird immer stärker nachgefragt. Ab dem Wochenende helfen drei Studenten dem Ehepaar Olters bei der Kirschernte. Rund 600 Kirschbäume gilt es zu ernten - von oben nach unten, denn die ersten Früchte sind in der Krone reif. Fünf Wochen dauert die Ernte, dann drängt die nächste Obstsorte auf den Markt. Sieben Kirschsorten wachsen an Hinrich Olters etwa 25 Jahre alten Bäumen, die jüngsten hat er vor drei Jahren gepflanzt.
Um die köstlichen Früchte länger haltbar zu machen, gibt es einen Trick: Das Obst kommt in einen Folienbeutel, der wird mit CO2 aus einer Bierzapfanlage gefüllt. Das ist für den Endverbraucher absolut ungefährlich und verändert auch nicht den Geschmack. So haben Fans drei Wochen länger etwas von der Kirsche.
Hinrich Olters baut nur Freilandkirschen an. Der Trend unter den Obstanbauern geht aber immer mehr dazu über, sogenannte Folienkirschen anzubauen. Die Früchte bekommen ein "Dach", das vor Regen schützen und maximale Temperaturen garantiert. Das Obst kann bis zu drei Millimeter mehr Durchmesser bekommen. Die Kosten für die Folie betragen für 10.000 Quadratmeter etwa 70.000 Euro.