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Libellen - Artenvielfalt zwischen Äpfeln und Kirschen

Wer mit offenen Augen durchs Alte Land geht, wird sie hier und da entdecken: Libellen. 69 verschiedene Libellenarten gibt es laut Artenliste in Niedersachsen. Die Tiere sind wenig scheu und lassen sich, wenn man z.B. in Obsthöfen unterwegs ist, oftmals bereitwillig fotografieren. Sie leben ausschließlich räuberisch und stehen in der Hierarchie der Nahrungskette recht weit oben.

Die Libellenlarven entwickeln sich in Obstbaunähe an angrenzenden Gewässern, Wassergräben und Teichen. Je nach Libellenart dauert die Entwicklung zwischen wenigen Monaten und mehreren Jahren. In dieser Zeit ernähren sich die Tiere von im Wasser lebenden Beutetieren wie Insekten, Krebse, Würmer, Kaulquappen und kleine Fische.

Die ebenfalls räuberischen erwachsenen Libellen halten sich oftmals in den Obstbaubetrieben zwischen Obstreihen auf und nutzen Obstbäume zum Landen und Lauern. Für den Obstanbau stellen die Libellen selbst kein Risiko dar.

Entwicklung der Libelle

Nach heutigem Wissen gehören Libellen zur Gruppe der ältesten geflügelten Insekten. Das belegen 306 Millionen Jahre alte Fossilienfunde z.B. vom Piesberg in Osnabrück. Damit ist diese Tierart vielen Millionen Jahre älter als die der Vögel und der Saurier. Libellen haben das Massensterben vor 248 Millionen Jahren ebenso überlebt wie das Artensterben vor 65 Millionen Jahren.