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Museum Altel Land in Jork steht gut da

am. Jork. Das "Museum Altes Land" in Jork ist beliebt, zumindest lassen das die Besucherzahlen vermuten. Im Jahr 2015 kamen rund 18.600 Interessierte, um das alte Fachwerkhaus und seine Exponate zu bewundern. "Das sind doppelt so viele Besucher, wie bei vergleichbaren Museen in Deutschland", sagt Museumsleiter Dieter-Theodor Bohlmann. Er stellte jetzt die Bilanz für 2015 und eine Aussicht vor.
"Mit den Zahlen in 2015 sind wir sehr zufrieden", sagt Bohlmann. Zwar seien etwas weniger Bustouristen gekommen, aber dafür sei die Zahl der Fahrradtouristen gestiegen. "Darüber freuen wir uns, denn diese nehmen sich in der Regel viel Zeit, um das Museum kennenzulernen", sagt der Kulturliebhaber. Das Museum erhebt keinen Eintritt, erwirtschaftete im vergangenen Jahr aber rund 9.400 Euro durch Spenden von Besuchern.
Trotz der annähernd gleichbleibenden Besucherzahlen im Museum äußerte Bohlmann Kritik an der Tourismusbranche in der Region. "Die Altländer müssen sich etwas Neues einfallen lassen." Es sollten neue Angebotsfelder erschlossen werden, um beispielsweise für das Kreuzfahrtgeschäft attraktiv zu sein. "Die Thementage sind ein guter Anfang", sagt der Museumsleiter. Er möchte zudem die Baukunst und Architektur der Fachwerkhäuser mit ihren Prunkgiebeln in den Vordergrund rücken. Dazu plant er unter anderem ein Buch herauszugeben.
Auch für das Museum ist Bohlmann stehts um Neues bemüht. So erweitert jetzt ein Exponat, das Modell des Peildampfers "Schaarhörn" von Heinz Ecks, die Ausstellung. Der Dampfer war lange Zeit auf der Elbe zwischen Hamburg und Cuxhaven unterwegs, um die Untiefen zu erkunden. Für das Ausstellungstück sucht das Museum noch einen Spender, der die Kosten für die Vitrine übernimmt.
Zusätzlich zum Museumsbetrieb finden in dem Gebäude jedes Jahr mehrere Veranstaltungen statt. Alle Konzerte der Reihe "Klassik auf dem Lande" seien im vergangenen Jahr ausverkauft gewesen, so Bohlmann. Auch der Ostermarkt und die Lessinggespräche hätten sich etabliert. Das Museum veranstaltete zudem Kunst- und Geschichtsausstellungen. Der Museumsleiter zeigte sich enttäuscht darüber, dass keine einzige Schulklasse die historische Ausstellung über die Besatzungszeit im Alten Land besucht hatte, obwohl sie vor allem für diese Zielgruppe konzipiert war.
Im kommenden Jahr wird es wieder sechs Ausstellungen und acht Konzerte, unter anderem mit Justus Franz und Barbara Hofmann, geben.