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Schulapfel-Macher sauer auf Minister Meyer

Der „Förderverein Integriertes Obst aus dem Alten Land“ steigt als Lieferant aus dem niedersächsischen EU-Schulobst-Programm aus (Foto: archiv)
bc. Altes Land. Der „Förderverein Integriertes Obst aus dem Alten Land“ steigt als Lieferant mit seinem vielfach prämierten Schulapfel-Projekt aus dem niedersächsischen EU-Schulobst-Programm aus. Grund ist eine Kürzung der Auszahlung um fast die Hälfte.

Zur Erklärung: Für Obst aus integriertem Anbau hat der Förderverein bisher drei Euro je Kilo bekommen. Dieses Geld wurde um fünf Prozent gekürzt, wenn der Verein nur Äpfel, also nur ein Produkt geliefert hat.

Ab dem kommenden Schuljahr würde der Verein 2,90 Euro je Kilo erhalten, wenn er mindestens drei Produkte dauerhaft liefert. Falls wieder nur Äpfel ausgeliefert werden oder auch Äpfel und Birnen wird dieses Geld um 40 Prozent gekürzt. „Das ist für den Förderverein logistisch untragbar, da er nur regionales Kern- und Steinobst liefert ohne Importware“, sagt Geschäftsführerin Hilke Ehlers.

Sie sei entsetzt darüber, dass der Altländer Apfel als regionales Produkt bei Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) ein so schlechtes Ansehen habe, dass es zu finanziellen Strafen führe, wenn Schulen (als Kunden) sie ausschließlich bestellen und essen wollen.

Der Förderverein wird aber auch weiterhin neben Hamburger Schulen niedersächsische Schulen mit Äpfeln und Birnen beliefern - allerdings nur an selbstzahlende Schulen.