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Schutz der Kulturlandschaft: Initiativen bündeln ihre Kräfte

Das "Netzwerk Altes Land" setzt sich zusammen aus den Initiativen "Deichbürger13", Interessengemeinschaft Este und dem Förderverein Lühe-Aue (Foto: oh)
bc. Altes Land. Die Entwicklung eines ganzheitlichen Hochwassermanagements sowie der Schutz von Lebensraum und Kulturlandschaft lauten die übergeordneten Ziele der drei verschiedenen Deich-Initiativen im Alten Land. Um ihre Kräfte zu bündeln, haben Vertreter der "Deichbürger13", des Fördervereins Lühe-Aue und der Interessengemeinschaft Este jetzt das „Netzwerk Altes Land“ gegründet. Bei übergeordneten Fragen und Forderungen, die sich an Landkreis und Landesregierung richten, wollen sie künftig gemeinsam mit einer Stimme auftreten.

Vor Ort wollen die Initiativen dagegen weiterhin autark bleiben, um die typischen Probleme an Lühe und Este konzentriert anzugehen. Als Kern aller Fehlentwicklungen im Alten Land sehen die drei Organisationen das Niedersächsische Deichgesetz an, "das die Besonderheiten der Kulturlandschaft in keiner Weise berücksichtigt", heißt es in einer Pressemitteilung.
Hintergrund: Nach einer Gesetzesänderung 2004 wurden die Schutzdeiche des Alten Landes an Lühe und Este den Hauptdeichen an der Elbe gleichgestellt. Das bedeutet: In einem 50 Meter breiten Schutzgebiet dürfen landseitig keine Anlagen errichtet oder wesentlich verändert werden.

Das Thema ganzheitlicher Hochwasserschutz an der Este beschäftigte am Freitag, 28. Februar, auch einen "Runden Tisch", zu dem Landrat Michael Roesberg diverse Behördenvertreter eingeladen hatte. Neben den Landkreisen Stade und Harburg waren die Stadtentwässerung Buxtehude, Deichverbände, TU Harburg und Wasser- und Schifffahrtsbehörden vertreten. SPD-Landratskandidat Robert Crumbach dazu: „Wir dürfen nicht nur auf das Planfeststellungsverfahren in Buxtehude vertrauen, parallel muss auch an einer Lösung für die ganze Este gearbeitet werden. Wir müssen zweigleisig vorgehen.“