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St. Martini: Bloß nicht auf den Putz hauen

Kirchenvorstandsvorsitzender Peter Sumfleth und Pastorin Dr. Martina Janßen treiben die geplante Sanierung der Kirche voran. Im Hintergrund bröckelt der Putz
bc. Estebrügge. Die St. Martini-Kirche im Alten Land bröckelt. Die kleinste Berührung und es rieselt von den Wänden. Das Motto der Gemeindemitglieder: Bloß nicht auf den Putz hauen.

Mehr als 300 Jahre ist das Gotteshaus in Estebrügge alt. Von außen dringt die Feuchtigkeit ein. Eine Sanierung ist überfällig. Anfang der 90er Jahre ist die Kirche letztmalig erneuert worden. "Damals wurde vermutlich ein falscher Putz verwendet", sagt Kirchenvorstandsvorsitzender Peter Sumfleth. Eine Renovierung koste die Kirche ungefähr 200.000 bis 250.000 Euro, berichtet Sumfleth. Er beruft sich auf die Aussage eines Sachverständigen.

Bis auf einen möglichen Zuschuss der Landeskirche und Gelder aus der Deutschen Stiftung Denkmalschutz muss St. Martini die Summe selbst aufbringen. Um den Betrag zusammenzukratzen, hat die Kirche in einem ersten Schritt zu einem freiwilligen Kirchenbeitrag aufgerufen. Sumfleth: "10.000 Euro erhoffen wir uns dadurch."

Doch der poröse Putz ist bei weitem nicht die einzige Baustelle von St. Martini: Die alte Heizungsanlage verschlingt Unmengen an Energie. Das Gemeindehaus am Wetternweg muss energetisch saniert werden. Die in den 50er Jahren erneuerte Glocke ist spröde. Sie droht zu bersten und muss ersetzt werden.

Auch mit der Kemper-Orgel aus den 50er Jahren ist die Kirche unzufrieden. Bei der letzten Sanierung sei laut Sumfleth minderwertiges Material eingesetzt worden, so dass der Klang des Instruments arg darunter gelitten habe. Eine neue Orgel kostet jedoch knapp 800.000 Euro. Viel Geld, das St. Martini derzeit nicht hat.

Pastorin Dr. Martina Janßen will alles daran setzen, zunächst einmal den Putz zu sanieren: "Wir müssen uns den Problemen stellen."