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Umgehung in Jork: Jetzt auch offiziell freigegeben

Bei der Freigabe (v.li.): Jens Hinck (Geschäftsführer Matthäi Bauunternehmen), Gerd Hubert (Bürgermeister Jork), Landrat Michael Roesberg und Hans-Jürgen Haase (Leiter Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr) (Foto: Christian Schmidt/ Landkreis Stade)
bc. Jork. Was machen hochrangige Verwaltungsbeamte um die Mittagszeit? Sie eröffnen eine Straße, die schon längst eröffnet ist. Halt nur noch nicht offiziell. Landrat Michael Roesberg, Jorks Bürgermeister Gerd Hubert und Hans-Jürgen Haase, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, schnitten am vergangenen Freitag ein Absperrband durch, das die Freigabe der Jorker Ortsumgehung symbolisieren soll.

Durchgehend gefahren wird auf der rund 1,3 Kilometer langen Straße schon seit dem Blütenfest Anfang Mai, nachdem der Mini-Kreisverkehr auf der L140 fertig gestellt wurde. Jetzt ist auch der Anschluss an die Straße Jorkerfelde (K26) betriebsbereit - anders als zuvor haben nun die Fahrzeuge auf der Umgehung Vorfahrt.

Was mit dem Wurmfortsatz der Straße Jorkerfelde Richtung Ortskern passiert, inwiefern sie für den Verkehr eingeschränkt wird, soll erst nach einer mehrmonatigen Testphase entschieden werden. Schließlich soll die Umgehung den historischen Ortskern entlasten. Derzeit ist es noch so: Fahren die Lkw nach Navi, werden sie weiter durch das Nadelöhr am Zigarrenmacherhaus Richtung Westerjork geführt. Bauamtsleiter Hans-Georg Wowra: „Man muss sehen, wie sich die Verkehrsströme entwickeln.“

Die offizielle Einweihung sollte auch endlich mal wieder für positive verkehrliche Schlagzeilen sorgen, sind doch viele Bürger und Pendler derzeit grandios genervt von der Baustelle auf der K39 (das WOCHENBLATT berichtete). Zweieinhalb Jahre hat der Bau der Umgehung gedauert. Die Gesamtkosten betragen nach Angaben des Landkreises rund 3,1 Millionen Euro.

Kurzer Rückblick: Die Bauarbeiten verliefen nicht ohne Schwierigkeiten. Der völlig neue 530 Meter lange Abschnitt der Ortskernentlastung führt durch sumpfiges Gelände. Länger als geplant musste deswegen ein Vorbelastungsdamm das Wasser aus dem Boden pressen. Die für die Umgehung erforderliche Brücke über die Jorker Hauptwettern hatte der Landkreis dagegen bereits 2013 fertig gestellt.