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Welterbe: Ministerin kommt ins Alte Land

bc. Altes Land. Wie geht es jetzt weiter mit der Bewerbung des Alten Landes zum UNESCO-Weltkulturerbe, nachdem die Kultusministerkonferenz dem größten zusammenhängenden Obstanbaugebiet Nordeuropas den Sprung auf die deutsche Vorschlagsliste verweigert hat (das WOCHENBLATT berichtete)? Ende Juni hat sich in Hannover die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Gabriele Heinen-Kljajic, mit Grünen-Politikern aus der Region beratschlagt. Mit dabei: die Landtagsabgeordnete Elke Twesten, Kreisverbandssprecherin Angela Heinssen, Ulrike Mohr aus Lühe und der Kreistagsabgeordnete Dr. Hans-Joachim Raydt.

Die Ministerin habe deutlich gemacht, dass die Bewerbung des Alten Landes hervorragend bewertet wurde, allerdings sei eine Nachbesserung erforderlich, so Heinssen. Der Altländer Hollerkolonie allein werde kein besonders herausragender Kulturwert zugebilligt, sondern nur im Verbund mit gleichen Siedlungsstrukturen in Holland und Polen.

Der Fachbeirat empfiehlt daher eine sogenannte serielle Bewerbung, d.h. gemeinsam mit den Niederlanden und Polen für die nächste Periode ab 2017. "Die schwarz-gelbe Regierung in Niedersachsen hatte die serielle Bewerbung seinerzeit für nicht zielführend erachtet, und so hatte sich das Alte Land allein beworben", teilt der Grünen-Kreisverband mit. Die Ministerin habe nun ihre Bereitschaft signalisiert, die Bewerbung durch ihr Haus zu unterstützen. Ein Besuchstermin im Alten Land soll in Kürze folgen.