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Welterbe: Ministerin sagt Unterstützung zu

Kulturministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajić (Foto: Michael Joos, MWK)
bc. Jork. Auf einen zweistündigen Kurzbesuch im Rahmen ihrer Sommerreise schaute Niedersachsens Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić, am Mittwoch im Alten Land vorbei. Für den Altländer Welterbe-Verein, die Gemeinde Jork und die Samtgemeide Lühe war's die Gelegenheit, endlich einmal der Ministerin persönlich die einzigartigen Kulturgüter der Hollerlandschaft zu zeigen.

Vielmehr als das Jorker Rathaus und den Elbdeich bekam Heinen-Kljajić allerdings nicht zu sehen, dann musste sie wieder los. Trotzdem langte die Zeit offenbar, um sich eine Meinung zu bilden: "Die historische Landschaft in den ehemaligen Sietländern hat mich beeindruckt", sagte Heinen-Kljajić.

Die Ministerin räumt dem Alten Land gute Chancen für eine UNESCO-Weltkulturerbe-Ernennung ein, sofern sich die Region gemeinsam mit Holler-Kolonien in Polen und den Niederlanden in einem sogenannten transnationalen seriellen Antrag bewirbt.

„Die Menschen engagieren sich sehr stark dafür, dass die UNESCO das Alte Land als Weltkulturerbe anerkennt. Für dieses Ziel werde ich mich auch einsetzen“, sagte Heinen-Kljajić in Jork.

Wie berichtet, hatte die Kultusministerkonferenz jüngst entschieden, das Alte Land nicht auf die deutsche Vorschlagsliste zur Anerkennung als Weltkulturerbe zu setzen. Heinen-Kljajić möchte jetzt eine internationale Expertise einholen, um Chancen für eine weitere gemeinsame Bewerbung auszuloten.

"Ich glaube, dass es deutlich geworden ist, was für ein Potenzial in den Hollerkolonien steckt", sagt Kerstin Hintz vom Welterbe-Verein. Sie sieht das Land Niedersachsen mit Blick auf Artikel 5 der Welterbe-Konvention in der Pflicht, Schutzmaßnahmen für den Kulturraum Altes Land zu fördern - auch durch finanzielle Leistungen.

Die deutsche Vorschlagsliste für eine Welterbe-Anerkennung wird vermutlich 2017 fortgeschrieben.