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Wikinger hoffen auf Unterstützung der Gemeinde

Der Wikingermarkt ist zu einem echten Wirtschaftsfaktor für das Alte Land geworden (Foto: Jazz-Archiv-Hamburg)
bc. Jork. "Wir wollen den Wikingermarkt auch weiterhin in Jork veranstalten. Das Gelände hinter dem Deich ist perfekt. Aber wir sind auf die Unterstützung der Gemeinde angewiesen", sagt Organisator Jan Gerdes von der Jorker Wikingergesellschaft. Der Unternehmer betont: "Wir wollen kein Geld von der Gemeinde. Wir brauchen lediglich die Genehmigung, eine befestigte, etwa 150 Meter lange Zuwegung anlegen zu dürfen." Ein entsprechender Antrag an die Gemeindeverwaltung sei bereits gestellt. Am Mittwoch, 12. Juni, darf die Wikingergesellschaft ihre Ideen Politik und Verwaltung vorstellen.

Wie berichtet, mussten die Veranstalter den Markt am Yachthafen Neuenschleuse in letzter Minute absagen. Das gemeindeeigene Gelände war durch den Dauerregen völlig durchgeweicht - eine einzige Schlammwüste. Gerdes: "Wir brauchen die Sicherheit, das Gelände wetterunabhängig befahren zu können." Auch die Besucher müssten das Gelände trotz schlechten Wetters betreten können.

Der Markt sei in den vergangenen Jahren stark gewachsen. "Ein echter Wirtschaftsfaktor für das Alte Land", so Gerdes. Obsthöfe, Gastronomie und Hotellerie profitieren von den Besuchern. Der bisherige Rekordbesuch habe bei 12.000 Menschen an einem Wochenende gelegen.

Mittlerweile reisen mehr als 500 Darsteller aus der ganzen Welt an, etwa 200 Zelte werden aufgebaut. Sechs Wochen vorher beginnen die Arbeiten, zwei Wochen dauert der Abbau. Zuschüsse erhält die Wikingergesellschaft keine. Die Gemeinde stellt das Gelände lediglich kostenfrei zur Verfügung.

Jorks Bürgermeister Gerd Hubert will den Wikingermarkt in Jork halten: "Mit einer Finanzspritze können wir wahrscheinlich nicht helfen, aber vielleicht mit Manpower."
Verweigert die Politik aber die Genehmigung, eine Zuwegung zum Gelände zu bauen, bedeutet das wohl das Ende für den Markt in Jork. "Dann müssen wir ernsthaft überlegen, ob wir den Markt nicht woanders stattfinden lassen. Wir stehen in Kontakt mit zwei Gemeinden in der Nähe, die Interesse zeigen", sagt Gerdes. Der Veranstalter betont aber ganz klar: "Ziel ist es, den Markt in Jork zu halten."