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"Wir sind schon voll"

In den Este-Gemeinden ist schon jetzt kein Platz mehr für Oberflächenwasser (Foto: oh)
bc. Estebrügge. Die in der vergangenen Woche aufgenommenen Bilder lassen keinen anderen Schluss zu. "Schon bei einem normalen, alltäglichen Hochwasserstand ist in Estebrügge kein Platz mehr für Oberflächenwasser. Wir sind voll", sagt Rainer Podbielski, Sprecher der Interessengemeinschaft Este. Steigt das Wasser der Este noch weiter, fließt es in die Gärten und Häuser auf dem Deich. Podbielski: „Das gab es seit 1959 nicht mehr, da das Sperrwerk in Cranz den maximalen Pegel regelt und uns so vor Hochwasserereignissen schützt."
Und trotzdem zittern die Este-Anlieger - und zwar vor den Buxtehuder Plänen. Die sehen vor, die Innenstadt mit Mini-Deichen vor Hochwasser zu schützen, um das Wasser schnell durch eine kanalisierte Este hindurch zu jagen (das WOCHENBLATT berichtete). Dabei gehen Behörden und Deichverband davon aus, dass das Wasser in Estebrügge bis zu einem sogenannten Bestick von 3,50 Meter in den Flusslauf passt. Podbielski: "Das würde aber bedeuten, dass unsere Häuser als Hochwasser-Polder benutzt werden. Wir empfinden das als Rückfall in die erste Hälfte des vergangenen Jahrhunderts." Stattdessen müssten Rückhaltebecken im Oberlauf des Flusses geschaffen werden, so Podbielski. Das Hochwasserschutz-Projekt "KLEE" (Klimaanpassung Einzugsgebiet Este) mit seinem ganzheitlichen Ansatz sei der richtige Weg.