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Zigarrenmacherhaus in Jork: Jetzt geht's los

Seit Jahren sich selbst überlassen: das Zigarrenmacherhaus in der Jorker Ortsmitte
bc. Jork. "Wir starten definitiv in diesem Jahr", sagte Jorks Bürgermeister Gerd Hubert (Bürgerverein) auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Das war im Mai 2012. Gemeint war die Sanierung des alten denkmalgeschützten Zigarrenmacherhauses, das seit Jahren ein trauriges Bild an der Hauptwettern in der Ortsmitte abgibt. Passiert ist damals nichts. Die Restaurierung scheiterte am fehlenden Geld. Doch jetzt ist der Startschuss gefallen. Die Bauarbeiten haben begonnen.

Die Zeit drängt. Bis Ende Juli müssen die Arbeiten fertig sein, da ein Teil der Gesamtkosten von etwa 70.000 Euro mit europäischen Fördermitteln aus dem Leader-Topf finanziert werden. Die Gemeinde plant mit rund 23.000 Euro. "Bis Ende Juli müssen wir das Geld abgefordert haben", sagt Hubert. Einen Zuschuss von rund 2.800 Euro gibt es zusätzlich von der Denkmalpflege.

Aufgrund der beengten Lage ist geplant, die Fachwerkfront des Zigarrenmacherhauses zurückzusetzen, so dass ein kleiner Arkadengang entsteht. Außerdem wird laut Bürgermeister Hubert eine bunt verzierte Altländer Tür aus dem Fundus des Museums Altes Land eingebaut. Fachwerk-Spezialisten Hans Werner Prell aus Hamburg wurde mit der Restaurierung beauftragt.

Über die künftige Nutzung des früheren Geschäftshauses des Zigarrendrehers Jacob Feindt herrscht dagegen nach wie vor Unklarheit. Im Raum steht die Einrichtung eines "Mini-Museums". "Es gibt noch Beratungsbedarf", so Hubert.

Nach Angaben des Bürgermeisters werde die seit gut einem Jahr gesperrte Arp-Schnitger-Brücke auf keinen Fall in die Sanierung des Zigarrenmacherhauses integriert. Zu teuer. Wann die Fußgänger-Brücke wieder freigegeben wird, kann Hubert nicht sagen: Die Kassen sind leer.