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A26-Chaos: Bürger fordern mehr Praxisnähe

bc. Jork. Die verschiedenen „Bürgerinitiativen gegen die Verkehrsflut“ im Alten Land haben in einer gemeinsamen Pressemitteilung ihrem Unmut Luft gemacht. Darin heißt es: „Wir werden zunehmend zu Wutbürgern und fühlen uns vom Landkreis im Stich gelassen. Landrat Michael Roesberg spielt die Bürgerinitiativen gegeneinander aus.“ Mittlerweile haben sich Initiativen in Hollern-Twielenfleth, Grünendeich, Mittelnkirchen, Jork und Dammhausen gebildet.

Grund ihres Ärgers ist ein Treffen vor eineinhalb Wochen in Buxtehude, zu dem der Landkreis Stade im Auftrag des niedersächsischen Verkehrsministers Olaf Lies eingeladen hatte. Den Bürgern sollte das laufende Verkehrsmonitoring (das WOCHENBLATT berichtete) näher gebracht werden, in dessen Folge die A26-Anschlussstelle Jork eventuell doch noch im kommenden Jahr in beide Fahrtrichtungen geöffnet werden könnte.

Doch im Laufe des Abends herrschte immer mehr Unruhe bei den Bürgern. Es seien seitens der Kreisverwaltung keine praxisnahen Problemlösungen kommuniziert worden, sondern es sei nur auf Gesetze verwiesen worden, lautet die Kritik der BI. Weiter heißt es: „Wir erwarten von den Dezernenten Nicole Streitz und Hans-Hermann Bode einfach mehr Vorschläge, innovative Ideen und vor allem Mut zur Umsetzung“.

„Landrat Roesberg will die Autobahn in beide Richtungen öffnen, aber nichts ist fertig!“, klagen die Initiativen. Trotz dreimonatiger Vollsperrung des Zubringers K26 habe kein Bodenaustausch stattgefunden, um die Straße auszubauen. Die zugesagte intelligente Ampelschaltung an der B73 in Neukloster sei nicht umgesetzt, genauso wie der Bau eines Kreisels in Dammhausen.