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Bauausschuss favorisiert günstige Sanierungsvariante der L140 in Jork

Handzeichen für die Sparvariante: Die CDU konnte sich mit ihrem Antrag durchsetzen (Foto: am)
am. Jork. Super-Sparvariante statt Vollausbau: Der Bauausschuss hat sich für die günstigste Sanierungsvarainte (345.000 Euro) der L140 ausgesprochen. Mit einer sehr knappen Mehrheit von fünf "Ja"- zu vier "Nein"- Stimmen setzte sich die CDU-Fraktion mit einer Stimme der Grünen mit ihrem Antrag durch. Die vom Bürgerverein Jork favorisierte Variante des Komplettausbaus, der die Gemeinde über eine Million Euro kosten würde, ist damit so gut wie vom Tisch.
Ingenieur Falk Salomon von der Landesbehörde für Bau und Verkehr hatte zuvor die Zahlen zu drei unterschiedlichen Varianten vorgestellt: Für den Straßenbereich in Osterjork käme bei einem Vollausbau mit Geh- und Radwegen auf beiden Seiten sowie mit dem Bau von Bushaltestellen und Stellplätzen ein Anteil von 880.000 Euro auf die Gemeinde zu.
Die Sanierung mit einem Bordstein und einem drei Meter breiten Radweg auf der Nordseite der Straße würde mit 375.000 zu Buche schlagen, die Sparvariante ohne Bord und Radweg mit 290.000 Euro. Die Kosten für die Straßenbeleuchtung sind hier noch nicht mit einbezogen. Zu diesen Ausgaben kommen - das ist bereits sicher - 55.000 Euro für den Bereich Königreich hinzu.
Die Sanierung der Südseite, für die ein Angebot über 415.000 Euro vorliegt, wird auf unbekannte Zeit verschoben.
Je weiter die Sitzung voranschritt, desto angespannter wurde die Diskussion. "Es wäre ein Schildbürgerstreich, wenn wir uns jetzt für die Sanierung entscheiden und die Bewohner einige Jahre später bei der Sanierung der Südseite nochmal eine Baustelle ertragen müssen", sagte Partho Benerjea vom Bürgerverein. Ganz anders sah das Peter Rolker (FDP) "Es wäre ein Schildbürgerstreich, wenn wir uns für den Vollausbau entscheiden und wir aufgrund der Zeitknappheit am Ende gar nicht sanieren können."
Der Vollausbau wäre tatsächlich mit einem Risiko verbunden, da bei dieser Variante ein Planfeststellungsverfahren notwendig ist. Dieses dauert in der Regel ein Jahr. Wird es beklagt, kann sich das Verfahren auf unabsehbare Zeit verzögern. Die Fördermittel des Landes für die Erneuerung stehen nur bis Ende 2017 zur Verfügung. "Sollte der Bau bis dahin nicht begonnen haben, stehen wir ohne Finanzierung da", stellt Salomon klar.
Bis zuletzt hatten die Ratsmitglieder auf eine Antwort vom Land gehofft, ob die Förderperiode verlängert werden könnte. Die Ausschussmitglieder mussten ihre Entscheidung allerdings ohne diese Information treffen und entschieden sich gegen das Risiko.
Sehr unglücklich über das Ergebnis zeigte sich die Bürgerinitiative (BI) Obstmarschenweg. BI-Sprecher Lars Höbeler kritisiert in einem Schreiben unter anderem, dass die Chance, mit dem Ausbau etwas von großem Mehrwert für die nächsten 50 Jahre zu schaffen, verpasst worden sei.
Die Entscheidung fällt im Gemeinderat am morgigen Donnerstag, 3. März, um 19 Uhr, in der Cafeteria des Schulzentrums. Falls bis dahin eine Antwort aus Hannover eingetroffen sein sollte, könnten die Karten noch mal neu gemischt werden.