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"Das können wir gar nicht allein machen"

Grünen-Fraktionschef Harm-Paul Schorpp
bc. Jork. Braucht die Gemeinde Jork neue Baugebiete? Oder reicht es auch, Lücken zu schließen, um Neubürger ins Alte Land zu locken? Wie will man dem allgemeinen Schwund an Ehrenamtlichen in den Vereinen begegnen? Müssen neue Angebote für Senioren her? Alles Fragen, die in einem Demografie-Konzept beantwortet werden könnten.

Auf Antrag der Grünen-Fraktion hat jetzt der Gemeinderat entschieden, eine Arbeitsgruppe (AG) zu gründen, um ein entsprechendes Konzept erarbeiten. Von der Notwendigkeit einer solchen AG sind angesichts der knappen Stimmenmehrheit (9:8) von Grünen und CDU nicht alle Ratsmitglieder überzeugt.

Schließlich gebe es bereits einen in interfraktioneller Runde abgestimmten Fahrplan, argumentierte Partho Banerjea, Fraktionschef des Bürgervereins. Der sieht nach WOCHENBLATT-Informationen die Bildung eines Workshops mit Politik und Verwaltung vor, wie auch einen Fachvortrag als Informationsveranstaltung für die Öffentlichkeit. Zudem ist bei dem Thema Demografie nach wie vor eine Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen Lühe und Horneburg geplant - auch nach der gescheiterten Leader-Bewerbung (das WOCHENBLATT berichtete). "Wir wissen ja erst seit vier Wochen, dass wir keine Leader-Förderung erhalten", so Bürgermeister Gerd Hubert. Wie berichtet, hatten die Kommunen gehofft, Zuschüsse aus dem Leader-Programm für die Erstellung eines Demografie-Konzeptes zu bekommen.

Hubert hält die Zusammenstellung der Arbeitsgruppe (AG) zum jetzigen Zeitpunkt für "äußerst unglücklich". Unter seiner Leitung sitzen Ernst Tilsner (SPD), Silja Köpcke (CDU), Peter Rolker (FDP) und Harm-Paul Schorpp in der AG. "Ohne die Hilfe eines externen Fachbüros können wir ein solches Konzept ohnehin nicht erarbeiten. Wir können höchstens Zahlen zusammentragen", sagte Hubert auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Zudem sei es allgemein vereinbartes Ziel gewesen, einen Konsens mit Lühe und Horneburg herzustellen und nicht alleine loszulegen.

Grünen-Fraktionschef Schorpp will dagegen die in der AG entwickelten Vorschläge bis spätestens Ende November in ein Konzept und eine endgültige Verwaltungsvorlage einfließen lassen: „Wir sind es leid, das Thema immer wieder zu vertagen."