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Die Tops und Flops in der Gemeinde Jork

Die Erhöhung der Kindergarten-Beiträge gehörte sicher zu den unangenehmeren Aufgaben von Bürgermeister Gerd Hubert in diesem Jahr, hier mit Antje Bonhake-Quandt
bc. Jork. Draußen ist es kalt, der Weihnachtsmann lugt schon durch den Schornstein, die Lokalpolitik macht Pause. Vergangenen Mittwoch lud Bürgermeister Gerd Hubert zur letzten Jorker Gemeinderatssitzung in diesem Jahr. In einem Rückblick wagte er einen Parforceritt durch das Jahr 2014. Das WOCHENBLATT nennt die Tops und Flops - ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Flops


• Anfang des Jahres ist die Gemeinde faktisch pleite, sie überzieht ihr Konto teilweise um mehr als fünf Mio. Euro. Erlaubt sind nur 3,5 Millionen Euro. Kämmerer Matthias Riel muss zudem die Gewerbesteuer-Erträge um 500.000 Euro nach unten korrigieren, auf ca. 2,8 Millionen Euro. Der Rat beschließt einen Nothaushalt. "Wir hatten keinen Boden mehr unter den Füßen", sagt Gerd Hubert. Mittlerweile hat sich die Lage leicht entspannt. Die Gemeinde rechnet gegenwärtig mit 3,2 Millionen Euro Einnahmen aus der Gewerbesteuer in 2014.

• Das Alte Land schafft es nicht auf die deutsche Vorschlagsliste für einen Eintrag in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten, trotzdem beschließt der Verwaltungsausschuss Anfang Dezember eine Fortsetzung der Bewerbung.

• Die A26-Anschlussstelle Jork wird Ende November einseitig Richtung Stade geöffnet (Foto links oben). Da die Ortskernentlastungsstraße erst frühestens im Sommer 2015 fertig wird, nimmt der Verkehr in der engen Ortsmitte zu. Bevor die A26 beidseitig geöffnet wird, muss jedoch die L140 innerorts ausgebaut werden - da ist sich Hubert mit der neu gegründeten Bürgerinitiative Obstmarschenweg einig.

• Die Politik erhöht schweren Herzens die Kindergarten-Beiträge zum 1. August 2014. Der Höchstbetrag steigt z.B. bei einer Vier-Stunden-Betreuung von 160 Euro auf 180 Euro pro Monat, der Ganztagsbetrag von 220 Euro auf 260 Euro. 2015 soll eine weitere Erhöhung folgen. Eltern reagieren empört.

• Die Brandruinen "Altländer Hof" und "Herbstprinz" tauchen vermutlich auch noch in späteren Top- und Flop-Listen auf. Beide verunstalten weiter das Jorker Ortsbild. Erst vor Kurzem scheiterte abermals eine Zwangsversteigerung des "Altländer Hofes" (Foto links unten).

Tops


• Der politische Zusammenhalt in der finanziellen Not habe Gerd Hubert 2014 besonders beeindruckt - nur so sei ein genehmigungsfähiger Haushalt möglich gewesen. "Die interfraktionelle Runde hat einen Haushalt gezimmert, der wirklich allen wehtat. Alle Fraktionen haben mitgeholfen und Abstriche gemacht", so Hubert. Das sei für ihn das Highlight des Jahres gewesen.

• Die BI Obstmarschenweg macht Druck auf Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies und ist erfolgreich. Nach anfänglicher Ablehnung des Landes, im Zuge des Baus der Ortsumgehung Geld für eine Kreisel auf der L140 bereitzustellen, kündigt Lies nach einem Besuch in Jork an: Das Land übernimmt jetzt doch 73 Prozent der Kreisel-Kosten von ca. 550.000 Euro, den Rest bezahlt der Landkreis.

• Was die Interessengemeinschaft Este in Sachen Hochwasserschutz für die Unterlieger der Este geleistet hat (Foto rechts unten), imponiert Gerd Hubert. Ohne sie und die Buxtehuder Bürgerinitiative hätten die Planer vermutlich ihre Minideich-Pläne für Buxtehude relativ problemlos durchziehen können (das WOCHENBLATT berichtete). Hubert: "Das Engagement der Bürger ist beeindruckend."

• Die Zunahme der Flüchtlingszahlen beschäftigt die Gemeinde Jork. Knapp 40 Asylbewerber müssen in diesem Jahr untergebracht werden. Viele Wohnungsbesitzer bieten ihre Hilfe an, vermieten ihre Unterkünfte an die Gemeinde. "Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer würden wir die Aufgabe nicht schaffen", so Hubert.

• Mithilfe eines gemeindlichen Zuschusses von 260.000 Euro kann der ASC Cranz-Estebrügge seinen neuen Kunstrasenplatz an der Schule in Königreich fertigstellen (Foto Mitte links).

• An der Grundschule am Westerminnerweg wird ein neuer Klassenraum eingeweiht. Der Hort hat jetzt eine eigene Küche.

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