Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Gemeinde hat kein Geld für TuS Jork über

Hier will der TuS um seinen Vereinschef Rainer Gaffron im nächsten Jahr einziehen. Dier Judoka trainieren derzeit schon unter provisorischen Bedingungen im alten Keglerheim
bc. Jork. Pech gehabt! Weil die Gemeinde Jork pleite ist, guckt der TuS Jork, der größte Verein der Altländer Kommune, in die Röhre. Im Frühjahr wollen die Sportler mit dem Umbau des Keglerheims in Westerjork zu einer modernen Sportstätte beginnen. Sie hatten die leise Hoffnung, dass die Gemeinde alles Menschenmögliche unternimmt, um den Verein mit Zuschüssen zu unterstützen, genauso wie sie es auch 2009 beim ASC Cranz-Estebrügge tat, als der Sportverein der Este-Anrainer satte 200.000 Euro von der Gemeinde für den Bau seines Rasenplatzes erhielt. "Damals haben uns Teile der Politik signalisiert, dass wir natürlich auch mit Fördergeld in der gleichen Höhe rechnen dürfen, wenn wir unsere Halle bauen", erzählt TuS-Vorsitzender Rainer Gaffron.

Jetzt gab der Jorker Sportausschuss in seiner jüngsten Sitzung grundsätzlich die Zustimmung, dem TuS finanziell unter die Arme greifen zu wollen. Aber nur, wenn die Gemeinde wieder Geld hat. Frei nach dem Motto: "Wir gäben euch gerne was, wenn wir was hätten." Wann der TuS nun seinen beantragten Zuschuss von 68.000 Euro bekommt, steht in den Sternen. In den Haushalt 2014 werde zumindest kein Geld eingestellt. Gaffron: "Wir brauchen nicht nur die grundsätzliche Absicht, sondern eine verbindliche Zusage der Gemeinde, wann wir mit Fördermitteln rechnen können."

Trotzdem hat der Verein am Montag den Bauantrag bei der Stader Kreisbehörde eingereicht. Um die Finanzierungslücke zu schließen, hofft der TuS auf weitere Spenden. Der Vorstand ist sauer auf die Jorker Politik, dass sie mit ihrer "Hinhaltetaktik" (so Gaffron) dafür gesorgt habe, dass nun kein Geld für eine Förderung da sei. "Hätte man uns vor fünf Jahren unser Wunschgrundstück hinter der Sporthalle des Schulzentrums zugestanden, wäre das nicht passiert", so Gaffron. Die jetzt beantragte Förderung von 68.000 Euro decke noch nicht einmal die Baukostensteigerung in dem besagten Zeitraum ab.

Für den Umbau des Keglerheims plant der TuS mit Kosten in Höhe von 450.000 Euro. 250.000 Euro hat der Verein selbst über Jahre angespart, 75.000 Euro sponsert Wilhelm Stubbe junior, ehemaliger Betreiber des Heims. Beim Kreissportbund (KSB) hat der TuS die Maximalsumme von 100.000 Euro beantragt. Vorausgesetzt der KSB genehmigt 50.000 Euro, fehlen dem Verein noch immer ca. 75.000 Euro - in etwa das eingeplante Geld von der Gemeinde.

Der TuS hofft nun auf weitere Spender. Auch mit einer gemeindlichen Ratenzahlung über zwei bis drei Jahre sei die Finanzierung des Umbaus zu bewältigen. "Wir brauchen nur die Planungssicherheit", sagt Gaffron. Ein Darlehen aufzunehmen, hält er für schwierig, da in dem Fall der Vereinsvorstand persönlich bürgen müsste. "Das kann man von Ehrenamtlichen nicht verlangen", erklärt Gaffron.

Sein Ziel verliert der TuS trotz aller Widrigkeiten nicht aus den Augen. Gaffron: "Wir wollen im Sommer 2014 umziehen."