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Gemeinde Jork muss weiter sparen

Kämmerer Matthias Riel
bc. Jork. Das Ziel, Ende 2017 einen konsolidierten Haushalt vorlegen zu können, verfolgt die Jorker Gemeindeverwaltung nach wie vor mit Hochdruck. Kämmerer Matthias Riel rechnet in zwei Jahren erstmalig wieder mit einem Überschuss in Höhe von 194.000 Euro. So soll 2018 wieder Luft da sein, um größere Investitionen tätigen zu können. Stichwort Bau einer neuen Schulsporthalle am Westerminnerweg.

Am Montag legte Riel dem Finanzausschuss den ersten Etatentwurf vor: „Wir können am roten Faden unserer Finanzplanung festhalten“, so sein Fazit, das fraktionsübergreifend Konsens im Ausschuss fand. Sparen müsse die Gemeinde trotzdem in allen Bereichen.

Obwohl das bisherige Jahr besser als erwartet verlief: Riel kalkuliert nach gegenwärtigem Stand mit einem Jahresplus von mindestens 100.000 Euro. Grund sind gestiegene Gewerbesteuereinnahmen. Mit dem Überschuss sollen alte Löcher gestopft werden.

Aufgrund der höheren Gewerbesteuererträge gehört die Gemeinde auch in 2016 zu den Gemeinden im Kreis mit der höchsten Steuereinnahmekraft je Einwohner. Mit der Folge, dass im kommenden Jahr nicht mehr mit 650.000 Euro Schlüsselzuweisungen des Landes wie in 2015 zu rechnen ist.

Zudem werde sich die Kreisumlage um rund 200.000 Euro erhöhen. Stand jetzt plant Riel mit 5,765 Mio. Euro, die in den Kreishaushalt fließen. Darin nicht berücksichtigt ist die geplante Erhöhung der Kreisumlage, die der Stader Kreistag noch beschließen müsste. Riel: „Ein Risiko für die anstehende Haushaltsplanberatung.“

In Sachen Flüchtlingsunterbringung plant der Kämmerer mit rund 120.000 Euro an zusätzlichen Personalkosten.

Weitere Eckdaten im Haushaltsplan:

• Die Erträge im Ergebnishaushalt belaufen sich auf rund 16.514.953 Euro, die Aufwendungen auf 16.778.150 Euro. Daraus resultiert ein Defizit von 263.197 Euro.

• Der Finanzhaushalt 2016 schließt mit einem Kassendefizit von 1,8 Mio. Euro. Das wird auch in den Folgejahren bis 2019 so bleiben, so dass Riel davon ausgeht, dass im Jahresdurchschnitt ein genehmigungsfreier Liquiditätskredit - ähnlich einem Dispokredit für Privatkunden - von zwei Mio. Euro nicht überschritten werden muss.

• Sowohl bei der Grundsteuer A und B (455 Prozentpunkte) als auch bei der Gewerbesteuer (420) plant die Gemeinde keine Erhöhung.

• Die Neuverschuldung im Haushaltsentwurf für 2016 beträgt 1,085 Mio. Euro.

• Personalkosten sind mit 3,918 Mio. Euro veranschlagt.

• Die Bauunterhaltungsmaßnahmen sind auf 870.000 Euro begrenzt, 229.000 Euro weniger als in 2015.