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Hochwasserschutz im Alten Land: „Es ist Zeit für eine Sonderregelung“

bc. Jork. Die Jorker Grünen haben mit einem offenen Brief auf die Podiumsdiskussion zum Thema Hochwasserschutz an der Este reagiert, die kürzlich im Obstbauzentrum stattfand. Adressat ist Almut Kottwitz, Staatssekretärin im Umweltministerium. Kottwitz plädierte bei der Veranstaltung für einen ganzheitlichen Hochwasserschutz. Das WOCHENBLATT veröffentlicht den Brief in Auszügen:
„Bei der Podiumsdiskussion haben Sie sich vehement für den ganzheitlichen Hochwasserschutz ausgesprochen, indem Sie deutlich machten, dass es wichtig ist, im Oberlauf der Flüsse Ausweichmöglichkeiten zu gewährleisten, um Bedrohungen durch Starkregen in Kombination mit zunehmender Versiegelung der Bodenflächen zu verhindern. Das gilt natürlich auch für die Este, insbesondere weil die Hochwasserbedrohung besonders im Unterlauf zusätzlich durch Sturmfluten (und die deshalb erfolgende Schließung der Sperrwerke in Cranz) erhöht wird.
Obwohl diese Sicht der Dinge auf der Veranstaltung nicht offen in Frage gestellt wurde, wurden und werden insbesondere von der Stadt Buxtehude bisher ganzheitliche Lösungsansätze konsequent hintertrieben. (...) Wäre es nicht möglich, den Verantwortlichen in Buxtehude positive Denkanstöße zu geben, indem man die Zuweisung von Geldern für Hochwasserschutzmauern in Buxtehude an die gleichzeitige Schaffung von Ausgleichflächen am Oberlauf koppelt?
(...) Ein zweiter Konfliktpunkt ist die Tatsache, dass das Deichgesetz der Situation der durch Sperrwerke gesicherten Dörfern an den Deichen von Lühe und Este nicht gerecht wird. Der Deichverband hat dies inzwischen eingesehen und die Planung der Umwandlung der Estedeiche in küstenschutzähnliche Deiche (wie an der Elbe) – die die völlig unnötige Zerstörung der Schönheit und Einzigartigkeit dieser Dörfer zur Folge hätte – gestoppt. Nun wäre es an der Zeit, dass von der Landesregierung für das Alte Land eine Sonderregelung vorgelegt wird, die eine adäquate Vorgehensweise beim Hochwasserschutz ermöglicht.“