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Jork will GEZ-Gebühr nicht mehr bezahlen

bc. Jork. Die klamme Gemeinde Jork hat angekündigt, die neue Rundfunkgebühr nicht bezahlen zu wollen. Der Beitrag für die Altländer Kommune ist um mehr als das Dreifache von 345,60 Euro auf 1.078,80 Euro in diesem Jahr angestiegen. Und kein Mitarbeiter im Rathaus weiß warum. "Der Betrag ist nicht nachvollziehbar", sagt Uwe Rosendahl von der zentralen Steuerung der Jorker Verwaltung. Die Bemessung auf Basis der Anzahl der Mitarbeiter, Fahrzeuge und Betriebsstätten sei völlig undurchsichtig, so Rosendahl.

Der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund (NSGB) warnt vor einer Kostenexplosion für viele Kommunen. In zahlreichen Fällen komme es zu einer Vervielfachung des Gebührenaufkommens. "Wir sehen darin einen eklatanten Widerspruch zum Rundfunkbeitragsstaatsvertrag, der das verbindliche Bekenntnis zur Beitragsstabilität vorgibt", sagt NSGB-Sprecher Thorsten Bullerdiek.

Da die Jorker der GEZ-Behörde bereits im Jahr 1975 eine Einzugsermächtigung erteilten, wurde der neue Beitrag schon abgebucht. Rosendahl: "Wenn die GEZ nicht erklären kann, wie der Betrag zustande kommt, holen wir uns die Lastschrift zurück."