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Jork: "Wir haben keine geeignete Halle"

bc. Jork. Wollen sie es tatsächlich wagen? Obwohl Jork unter einem zig millionenschweren Schuldenberg ächzt, hat der Schulausschuss auf Antrag des Bürgervereins (BVJ) empfohlen, in diesem Jahr das Grundstück gegenüber der Grundschule am Westerminnerweg zu kaufen (500.000 Euro) und im kommenden Jahr mit dem Bau einer neuen Sporthalle zu beginnen. 2016 soll die Halle fertig sein. CDU und SPD stimmten dagegen. Letztendlich entscheidet der Rat. BVJ-Vorsitzende Marion Albers: "Was im Fachausschuss empfohlen wurde, sollte in den weiteren Gremien ernst genommen werden."

BVJ-Ratsherr Klaus Hubert verwies auf die kommunale Pflichtaufgabe, den Sportunterricht sicherzustellen: "Wir haben derzeit faktisch keine geeignete Halle für den Grundschulsport." Die Turnhalle in der mehr als 70 Jahre alten Festhalle sei mit einer Nettofläche von ca. 170 Quadratmetern viel zu klein, außerdem im Zuge der Inklusion nicht behindertengerecht und zu weit weg von der Schule. "Schulden hat die Gemeinde auch in vier Jahren noch. Auch dann müssen wir die Halle auf Kredit bauen", äußerte sich BVJ-Mann Dirk Vollmer.

Nach den Berechnungen von Grundschulleiter Heinrich Lücken werde eine Zweifeldhalle benötigt, um alle 16 Klassen und den Schulkindergarten unterzubringen. In dem Fall rechnet die Verwaltung mit Baukosten von ca. zwei Mio. Euro.

Die CDU vermisst dagegen nach wie vor Konzepte. "So können wir nicht zustimmen", sagte Fraktionschef Michael Eble. Zudem sei eine kreditfinanzierte Grundstücksbevorratung ohne ein Realisierungskonzept ohnehin nicht genehmigungsfähig, so Eble. Hintergrund: Die Kommunalaufsicht muss den Haushalt der Gemeinde genehmigen. CDU-Ratsmitglied Dirk Maack kritisierte Bürgermeister Gerd Hubert: "Wir warten seit mehr als einem Jahr auf ein Konzept aus dem Rathaus."

Warum die Schule dringend eine neue Halle braucht und was es für Alternativen gibt, lesen Sie am Mittwoch in Ihrem WOCHENBLATT.