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Jorker CDU versucht, ihr Image zu retten

CDU-Kreisvorsitzender Kai Seefried (Foto: archiv)
bc. Jork. Die Jorker Christdemokraten bemühen sich um Schadensbegrenzung. Der plötzliche Rücktritt der Vorsitzenden Silja Köpcke, ihres Stellvertreters Michael Eble und den Vorstandsmitgliedern Elke Krog und Stefan Pölk (das WOCHENBLATT berichtete) in der vergangenen Woche und der Ankündigung der vier, nicht wieder für den Gemeinderat zu kandidieren, hat nur wenige Monate vor der Kommunalwahl (11. September) arg am Image der Union im Alten Land gekratzt.

CDU-Kreisvorsitzender Kai Seefried berichtete am Montagmorgen von „sehr offenen und vertrauensvollen“ Gesprächen, die der verbliebene Vorstand um den aufgerückten kommissarischen Vorsitzenden Alexander Schlüsselburg mit dem Rücktritts-Quartett am Samstag führte. „Ich bin optimistisch, dass wir trotzdem noch einen gemeinsamen Weg finden werden“, sagte Seefried gegenüber dem WOCHENBLATT. Wie der aussehen könnte, stand bis Redaktionsschluss nicht fest. Ob sich die Rücktrittler umstimmen lassen und der Vorstand dem zustimmt, muss geklärt werden.

Die anberaumte Mitgliederversammlung am vergangenen Freitag wurde jedenfalls kurzfristig abgeblasen. Eigentlich sollte an dem Termin über die Vorschlagsliste für die Gemeinderats- und Kreistagswahl abgestimmt werden. Wie berichtet, ergab eine Vorwahl im erweiterten Vorstand des CDU-Gemeindeverbandes eine 10:1-Mehrheit für das Jorker Kreistagsmitglied Udo Feindt als Spitzenkandidaten. Silja Köpcke landete auf Platz zwei, Michael Eble auf Rang drei. Daraufhin kam es zu dem Bruch.

Das langjährige Jorker CDU-Mitglied Bernd Sänger, der bei der Wahl zum Vorsitzenden im Januar mit 15:20 Stimmen gegen Köpcke verlor, kann den Rücktritt nach wie vor nicht nachvollziehen: „Udo Feindt ist sehr bekannt und soll unser Zugpferd werden. Den Rücktritt habe ich nicht verstanden, zumal die Listenplätze zwei und drei gute Plätze sind.“ Jetzt sei es daran, ein gutes Team für die Wahl zu formen. Sänger stünde bei der nächsten Wahl zum Vorsitzenden wieder zur Verfügung, sollte er vorgeschlagen werden.