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Jorker Kämmerer: "Im Moment sind wir pleite"

Kämmerer Matthias Riel (Foto: archiv)
bc. Jork. Einstimmig hat der Jorker Gemeinderat am Mittwoch den Haushalt 2014 verabschiedet - ein Nothaushalt unter der strengen Prämisse der Konsolidierung. Stundenlange interfraktionelle Sitzungen, in denen die Politik drastische Kürzungen in allen Bereichen vornehmen musste, waren notwendig, um ein genehmigungsfähiges Zahlenwerk auf die Beine zu stellen - unter Einbeziehung des Zeitraums bis 2017. Jede Fraktion musste ihre „Kröte“ schlucken: Der Bürgerverein verzichtet auf den Sporthallenbau in 2015, die CDU auf die Sanierung des Wirtschaftswegs „Halbfehrden“. „Im Moment ist die Gemeinde pleite“, sagte Kämmerer Matthias Riel. 2013 sei ein Katastrophenjahr gewesen, in dem Jork fast zwei Millionen an Steuereinnahmen verloren gingen. Teilweise müsse die Kommune ihr gemeindliches Girokonto rechtswidrig um mehr als fünf Mio. Euro überziehen - bei einem Haushaltsvolumen von „nur“ 15 Mio. Euro. „Allerdings wissen wir auch, warum wir pleite sind“, so Riel. Jork habe seit 2008 etwa 14,8 Mio. Euro an Netto-Investitionen getätigt. „Die Gemeinde hat viele neue Werte geschaffen“, so Riel.
Auf Protest bei vielen Eltern stößt die Beitragserhöhung für Kindergärten um bis zu 25 Prozent auf zwei Jahre gesehen. Eine Mutter übergab während der Sitzung eine Unterschriftenliste an Bürgermeister Gerd Hubert. Als „Wucher“ bezeichnete ein Vater die Anhebung. Die Politik sah sich zu der Maßnahme gezwungen. Partho Banerjea, Fraktionsvorsitzender des Bürgervereins Jork, dazu: „Uns macht das auch keinen Spaß, die Gebühren zu erhöhen.“
Einen ausführlichen Bericht, Stimmen und mehr Details zur Gebühren-Erhöhung lesen sie am Mittwoch in ihrem WOCHENBLATT.