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Keine Diskussion zur "Gemeinde Altes Land" im Jorker Rat

lt. Jork. Mit dem Antrag von Peter Rolker (FDP) zu einer möglichen Fusion der Gemeinde Jork und der Samtgemeinde Lühe zu einer "Gemeinde Altes Land" hat sich der Jorker Gemeinderat bei seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause nicht beschäftigt. Grund war ein Antrag zur Geschäftsordnung von Michael Eble (CDU), der mit drei Gegenstimmen (Peter Rolker, Timm Hubert und Partho Banerjea) und einer Enthaltung angenommen wurde.
Da die Samtgemeinde Lühe sich derzeit in dem schwierigen Prozess zur Umwandlung in eine Einheitsgemeinde befände, habe es keinen Sinn, in Jork schon über den nächsten Schritt zu diskutieren, begründete Eble seine Forderung, sich momentan nicht mit dem Antrag Rolkers zu befassen. Diese Auffassung teilten auch die anderen Fraktionen mehrheitlich.
Wie berichtet, hatte Peter Rolker (FDP) beantragt, dass die Jorker Verwaltung Gespräche mit den Vertretern der Samtgemeinde Lühe fortführen und sich für eine Fusion aussprechen solle.
"Das ist wie eine Hochzeitsreise zu planen, bevor sich die Partner überhaupt entschlossen haben, zu heiraten", so Dr. Hubert Grabitz von den Grünen.
Partho Banerjea vom Bürgerverein befürchtet, dass durch die Diskussion über eine "Gemeinde Altes Land" die Entwicklung in der Samtgemeinde Lühe hin zu einer Einheitsgemeinde "abgewürgt" würde. Generell sei die Altländer Fusion aber durchaus wert, sich mit ihr zu befassen, so Banerjea weiter.
Jorks Bürgermeister Gerd Hubert betonte, er sei nicht gegen die Einheit im Alten Land und könne sich vorstellen, die interkommunale Zusammenarbeit auch ohne eine Fusion weiter auszubauen.
Peter Rolker will nun durch die Kommunalaufsicht prüfen lassen, ob die Entscheidung, sich nicht mit seinem Antrag zu befassen, rechtmäßig getroffen wurde.