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Königreicher Straße: Gemeinde soll Einvernehmen widerrufen

CDU-Fraktionschef Michael Eble (Foto: CDU Jork)
bc. Jork-Königreich. Die Einwohner der Königreicher Straße in Jork haben sich zu großen Teilen gegen das geplante Bauvorhaben des Buxtehuder Architekturbüros Schulenburg in ihrem Dorf ausgesprochen. In der jüngsten Bauausschuss-Sitzung übergaben sie Bürgermeister Gerd Hubert eine Liste mit 270 Unterschriften.

Wie berichtet, plant Schulenburg in Jork-Königreich, auf einer alten, rund 3.000 Quadratmeter großen Hofstelle an der Königreicher Straße 81 drei Mehrfamilienhäuser mit je elf Wohnungen zu bauen. Nach aktuellem Planungsstand beträgt die Grundfläche der Schulenburg-Häuser jeweils ca. 22 mal 15 Meter und die Firsthöhe etwas mehr als zwölf Meter. Ungefähr 3,50 Meter höher als die benachbarten Häuser. Hinzu kommen fast 50 neue Parkplätze. Ein Bauantrag beim Landkreis als Genehmigungsbehörde ist bereits gestellt. Vom Jorker Bauamt gab es grünes Licht.

Genau dieses Einvernehmen soll die Gemeindeverwaltung nun widerrufen, wie die politischen Fraktionen im Bauausschuss in ihrer jüngsten Sitzung auf Antrag von CDU-Fraktionschef Michael Eble mehrheitlich empfahlen - obwohl die Frist bereits abgelaufen ist.

Eble kritisiert, dass die Politik nicht beteiligt worden sei. „Die Einvernehmenserklärung der Gemeinde ist nicht ordnungsgemäß erfolgt und daher unwirksam“, sagt der Rechtsanwalt. So ein Großvorhaben sei kein Geschäft der laufenden Verwaltung. Das Einvernehmen hätte nur durch den Verwaltungsausschuss erklärt werden können, so Eble. Das Bauvorhaben beeinträchtige das Ortsbild aufgrund des Umfangs in erheblichem Maß. FDP-Mann Peter Rolker sprach im Bauausschuss sogar von einer „Gefälligkeits-Stellungsnahme“ der Bauverwaltung.

Das brachte Bürgermeister Gerd Hubert auf die Palme, der sich vor seinen kommissarischen Bauamtsleiter Hans-Georg Wowra stellte. Wowra betonte, dass die Politik sehr wohl im Verwaltungsausschuss und im Rat beteiligt worden sei. „Kein Politiker hat Beratungsbedarf angemeldet.“

Und was sagen die betroffenen Bürger? Sie drohen mit Klage gegen die Baugenehmigung, sofern sie denn erteilt ist. Das Problem sei, dass die Gemeinde ihre Hausaufgaben nicht erledigt habe. Das Gebiet in Königreich sei nicht überplant worden.